medien. reise. technik.
Tobias Maasland Logo
Meinen RSS-Feed abonnieren
Jetzt ganz doll neu!

Mexico!

Durch eine ziemlich kurzentschlossene Aktion bin ich nun in Mexico. Das Wetter ist klasse, wärmer als Kanada und wahrscheinlich auch Deutschland allemal, und meine Hinfahrt ging leicht vonstatten.

Meine Route hat sich somit etwas geändert. Ich werde nun – soweit meine Planung – etwas in Mexico bleiben und in einer Sprachschule Spanischunterricht nehmen. Das sollte sich in dieser Stadt, Cuernavaca beim Namen, einrichten lassen. Viele Sprachschulen residieren hier.

Später geht meine Reise dann weiter nach Lateinamerika. Ich werde somit durch folgende Staaten reisen:
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Costa Rica
Panama
Ecuador (Flug von Panama)
Peru

Von Peru geht es dann wieder Richtung U.S.A., San Francisco ist das Ziel. Dort werde ich einige Tage bleiben und dann gehts auf nach Neuseeland!

Natürlich werde ich euch im Blog auf dem laufenden halten!

Obdachlose in Vancouver

Ein Vorteil – wie ich finde – von Vancouver ist, dass das Klima relativ mäßig ist. Es ist fast ähnlich wie in Bremen, viel Regen, im Sommer Sonne, im Winter kaum Schnee. Außerdem gibt es viele Gutverdiener.

Sicher ist es für die anderen Provinzen auch von Vorteil, dass die Temperaturen dort so kalt werden. Der Tourismus lässt grüßen.

Nur sind dies beides die Gründe, warum es so viele Obdachlose in Vancouver gibt. In den anderen Teilen des Landes würden sie im Winter schlicht und einfach nicht überleben, weswegen jeder, der ein paar funktionierende Gehirnzellen hat, nach Vancouver kommt.

Das interessante ist nun, dass Vancouver die Obdachlose zu den Olympischen Winterspielen von den Straßen haben will. Image und so. Bei der schieren Masse (Hastings Street sollte man meiden) wird das ein spannendes Unterfangen. Wie die das wohl machen wollen?

“Nacktscanner” in der EU

Die EU hat den Einsatz der von der Presse inzwischen genannten “Nacktscanner” erlaubt. Großbritannien fährt schon einen Test (dabei sind die Inselbewohner sonst doch nicht so paranoid) und in Deutschland werden die Scanner bald an Flughäfen getestet.

Die Gegner behaupten, dass man jeden körperlichen Makel des Reisenden sehen könnte und all dies völlig übertriebener Unsinn sei. Außerdem wäre damit der letzte Rest Privatsphäre entschwunden.

Die Beführworter sehen das natürlich alles ganz anders und setzen entgegen, dass die Privatsphäre sehr wohl geschützt sei. Der Überwachende säße in einem weit entfernten Zimmer und die Gesichter der Reisenden würden unkenntlich gemacht.

Ich weiß nicht recht, ob all diese Dinge wirklich unsere Sicherheit erhöhen. Wenn jemand wirklich etwas Böses will, dann passiert er doch nicht die öffentlich bekannten Sicherheitsbarrieren. So mancher Kapitän begrüßt ihn gegen genügend Geld sicherlich auf seinem Kahn. Also, irgendwas hinkt hier.

Was denkt ihr über das Thema?

Neue Blog-Adresse

Willkommen auf meiner neuen Blog-Seite!

Ich habe mich dazu entschlossen, meinen Blog auf meine Domain zu legen. Bei einer Installation auf eigenem Webspace ist man unter anderem dazu in der Lage, Plugins zu installieren. Wordpress.com unterstützt dies meines Wissens nicht.

Aber wie dem auch sei, herzlich willkommen auf meiner neuen Blog-Seite. Wenn euch das neue Design gefällt – oder auch nicht -, dann hinterlasst ruhig einen Kommentar. Leider ist das Design nur in Englisch verfügbar, aber das sollte ja das kleinste Problem sein.

Die neue Adresse lautet übrigens:

http://www.tobiasmaasland.de/

Schönen Gruß an meine Leser!

Surfing in Tofino

Über das vergangene Wochenende hat es mich nach Tofino verschlagen. Vorher war ich ein paar Tage in

Um nach Tofino zu gelangen, habe ich mir den Luxus gegönnt und mir ein Auto gemietet. Endlich mal wieder selber fahren, kein Bus und vorgegebene Hop-Off/Hop-Ons mehr. Juppie!

Die Firma, bei der ich lieh, bietet einen Service an, das man abgeholt wird. Solange man in Downtown ist, stellt das kein Problem dar. Nur vorher anrufen müsse man. Genau das tat ich.

Ich rief am ersten Verleihtag an und gab Bescheid, dass ich nun abgeholt werden könne. Und wartete eine geschlagene Stunde (in der ich zu Fuß schon zweimal dort gewesen sein könnte). Rief wieder an und wurde innerhalb von 5 Minuten abgeholt. Im Gespräch mit dem Fahrer stellte sich heraus, dass mein vorheriger Anrufpartner Mittag essen gegangen war und niemandem erzählt hatte, mich abzuholen. Ich war ziemlich verstimmt und machte daraus auch keinen Hehl.

An der Vermietstation angekommen, arbeiteten wir uns durch die Formalitäten. Dann die Überraschung: Er stufte mich eine Rate tiefer, bot mir an, später wiederzukommen und sagte, ich müsste nur halb voll tanken (der Tank war voll). Kulanz, Kulanz, ich hör dich rufen. Das ganze tat seinen Teil, das meine Laune wieder anstieg.

Die Fahrt nach Tofino dauerte etwa 5 Stunden (für kanadische Verhältnisse ein Klacks) und wurde nur durch folgende Umstände etwas unangenehm: In der bergigen Gegend um Tofino herum wurde es dunkel. In Kanada ist es nun so, dass es Schilder oder reflektierende Pfosten nur an Stellen gibt, wo es wirklich stark notwendig ist. Heißt also, der letzte Teil der Fahrt war etwas anstrengender, zumal der linke Scheinwerfer und der Blinker links hinten nicht funktionierten. Doch schlußendlich bildete sich eine Kolonne von Fahrzeugen nahe Tofino, und wir fuhren wie Elefanten laufen, Rüssel an Schwanz.

Die Tage in Tofino waren sehr angenehm. Es gibt hier auch einen National Park, den Pacific Rim National Park, welcher lächerlich klein im Vergleich zur Größe Vancouver Islands ist. Doch wie schon die Aufklärerin bei der Wolf-Veranstaltung sagte: Die National Parks sind meist nur die Gegenden, welche interessante Stellen für Touristen haben. Um den Erhalt von Wildleben geht es dabei leider nicht.
Sonnenuntergang im Pacific Rim National Park

Wie dem auch sei, viele junge Leute in Tofino, die allesamt zum surfen da sind. Und genau das habe ich dann auch mal ausprobiert. Scheint gar nicht so schwer zu sein, und wer ein günstiges Workout für alle möglichen Muskelpartien haben möchte, dem empfehle ich surfen. Dank dieser Wetsuits kann man es auch in 10 Grad kaltem Wasser aushalten. Wirklich – cool.
Es klappt!

In der darauf folgenden Nacht konnte ich wirklich gut schlafen und am dann folgenden Tage ging es zurück nach Vancouver.

Fit in Victoria

In der letzten Woche war ich auf Vancouver Island. Vancouver Island liegt direkt an der Westküste Vancouvers, nur 1 1/2 Stunden Fährfahrt entfernt.

Leider war die Sicht auf der Hinfahrt nicht all zu gut, was mich aber nicht davon abhielt, die Überfahrt auf dem Außendeckt zu genießen. Ich habe zwischen all den Inseln auch einen kleinen Wal buckeln sehen.

Mein erstes Ziel auf Vancouver Island war Victoria. Victoria ist eine eher kleine Stadt, die aber nach eigenen Angaben die gesündesten Einwohner Kanadas hat. Man legt viel Wert auf Spaziergänge, Jogging und Fahrrad fahren. Mich zog es zum Royal British Columbia Museum, eines der beiden Museen in Kanada, welche den Titel Royal tragen. Normalerweise bin ich wirklich kein Museen-Besucher, aber über dieses Museum war mein Reiseführer voll des Lobes und so bin ich hin.

Die Ausstellung war interessant – endlich mal ein wenig Hintergrundinformationen zu den First Nations. Es gab auch eine Darstellung zum Regenwald hier in Kanada. War authentisch nachgebildet, dass kann ich nach all meinen Besuchen im realen Regenwald bestätigen. Was wirklich klasse war, war eine real nachgebildete Straße aus den Anfängen Kanadas. Zeitlich am Beginn des 19. Jahrhunderts angesiedelt hatte man wirklich das Gefühl, dort zu der Zeit unterwegs zu sein.
So sah es vor vielen Jahrzenten in Kanada aus. Gesehen im Royal British Columbia Museum in Victoria.

Später gab es noch eine Darstellung des industriellen Holzabbaus und des Fisch- und Fellhandels, alles große Standbeine Kanadas nach der Fertigstellung der CPR (Canadian Pacific Railway). Hie und dort waren noch Miniaturen aufgebaut.

Zum Schluß bin ich durch eine beeindruckende Sammlung von Ausstellungsstücken im Zusammenhang mit den First Nations gegangen. Große Totempfähle, Tanzmasken in Form von Vogelgesichtern und viel Kleidung.
Totem poles im Royal British Columbia Museum.

Das darauf folgende Wochenende habe ich in Tofino verbracht. Und die Fahrt dorthin war ein echtes Abenteuer. Mehr dazu im nächsten Eintrag!

Verkehr, die Zweite

Das Verkehrssystem in Kanada bietet weiterhin interessante Anregungen für zum Beispiel… Deutschland?

Vor Baustellen steht jedesmal ein Schild, dass die Strafen für zu schnelles Fahren schlicht verdoppelt werden, wenn Arbeiter da sind. Das ist doch mal ein Wort. Das gleiche gilt, wenn Notfallfahrzeuge überholen. Bei den Notfallfahrzeugen gilt zusätzlich eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h.

Die meisten Tiere sterben durch Menschenhand oder besser durch Menschenauto in Kanada. Tiere queren die Highways, Menschen reagieren zu spät und peng. Weite Teile des Highway 1 sind an der Seite nun eingezäunt. Um den Tieren den Seitenwechsel zu ermöglichen, werden extra Brücken oder Tunnel gebaut. Fraglich nur, wie stark dieses Gebiet dann von allen möglichen Tieren markiert wird…

Auf dem Highway, und dass finde ich wirklich am faszinierensten, kann man links abbiegen. Es gibt eine Abbiegespur, ein Stoppschild und die Mittelleitplanke wird unterbrochen. Hier ein Google Maps-Bild auf dem laangen Highway 1:

Kreuzung

Bauarbeiter sind hier weisungsbefugt. Verständlich, wer will auch stundenlang auf einem Highway stehen und den Verkehr regeln? Es gibt Sicherheitsbeauftragte mit einer Kelle. Auf dieser Kelle steht vorne SLOW und hinten STOP. Es stehen immer zwei Sicherheitsbeauftragte an einer Baustelle: Einer am Anfang, einer am Ende. Einer lässt durchfahren, der andere stoppt. Puh, ein aufregender Job…

Back in Vancouver

In Vancouver war ich dann auf Grandville Island, eine Insel mitten in der Stadt mit einem riesigen Farmers Market. Zwar etwas teurer, aber trotzdem sehr schön gemacht. Die Geschäfte auf der Insel sind auch etwas teuerer. Ich hielt Ausschau nach einer simplen Wollmütze. 50 CAD. Vielleicht doch eher H&M.

Am Tag darauf habe ich eine Tour zur Capilano Suspension Bridge gemacht. Doch diese Tour war nicht irgendeine, Erik hat sie angeführt. Erik ist ein aus Dänemark eingewanderter 68-jähriger, topfitter netter Kerl. Er macht diese Tour ehrenamtlich seit 14 Jahren. Wir liefen ein wenig durch Downtown Vancouver und er konnte uns hier und da eine kleine, interessante Story erzählen. Er wies unter anderem darauf hin, dass man sich am Kai für sein Boot einen Liegeplatz kaufen muss, kann man nicht mieten. Kostenpunkt: 500.000 CAD. Und aufwärts.

Nur um das klarzustellen: Es gab sehr viele Boote dort. Aber wer sich ein Apartment in einem der vielen Hochhäuser leisten kann, dazu noch ein Boot, für den scheint der Liegeplatz eher wenig. Apartments ohne Fenster, mitten im Wohnblock, erste Etage beginnen so bei 4, 5 Millionen CAD. Die Penthouse Suites oben auf dem Dach kommen dann schon zu schlappen 17, 18 Millionen CAD. Zum Zeitpunkt seiner Erzählungen war Vancouver übrigens auf Platz 66 der teuersten Städte der Welt. Also, falls jemand von euch in Versuchung kommt – nun ist die Zeit… Erik hat diese Erzählung mit dem Fakt begonnen, dass tausende Kinder in Afrika jeden Tag an Unterernährung sterben – Krankheiten und andere Fakten nicht mit einbezogen. Mit dem Kontrast zu der Skyline von Vancouver hatte er hoffentlich einige zum Nachdenken angeregt.

Nachdem wir nach Nord-Vancouver übergesetzt hatten, fuhren wir ein wenig mit dem Bus und es gab eine Vorstellungsrunde. Ganz kurz und schmerzlos, nur der Name und woher man kam. Das hat die eh schon gute Atmosphäre weiter aufgelockert. Sodenn ging es weiter zu einem künstlich angelegten Wasserfall, dem Capilano Damm. Der See hinter dem Wassserfall speist 1/3 von Vancouvers Wasserbedarf, dazu kommt noch etwas Strom aus dem Wasserfall.

Der Damm, als vertikales Panorama. In echt wirkt er groesser!

Nun standen wir also auf jenem Wasserfall, eine Straße quert über selbigen, da erwähnt Erik nebenbei, dass sie vor drei Wochen mit seiner Tour durch Zufall in ein Set von Battlestar Galactica gelaufen wären. Ich bin ja fast hintenüber gefallen, als ich das hörte. Verdammt, vielleicht finde ich ja ein aktuelles Set, vielleicht filmen sie ja noch. Doch meine Recherchen zu der Filmindustrie kommen in einen separaten Blogeintrag.

Wir sind weiter durch den auch hier vorhandenen Regenwald gewandert, haben Lachse beim springen zugeschaut (in einem künstlichen Wasserweg mit Glassscheiben zum Fische gucken) und sind dann irgendwann bei der Capilano Bridge angekommen. Ich glaube, wir sind auf dem Weg dorthin an dem Haus vorbei gekommen, in dem Gaius Baltar, geschützt von Number Six, die Anschläge der Zylonen auf die Erde überlebt. Im Hintergrund der Szene kann man, wenn ich mich nicht täusche, die Lions Gate Bridge sehen, über die wir später zurück fuhren. Sie verbindet Vancouver mit North Vancouver auf der westlichsten Seite der Stadt.

Die Capilano Suspension Bridge ist die größte seiner Art, aber nicht die größte Brücke der Welt. Trotzdem ein etwas befremdliches Gefühl, über so eine frei schwingende Hängebrücke zu gehen. Und natürlich – der kleine Bruder dieser Brücke, die Lynn Canyon Suspension Bridge wurde schon für Filmaufnahmen verwendet. Richard Dean Anderson, alias MacGyver, querte die Brücke in der Folge The Invisible Killer, Season 4, Episode 15 im Regenwald. Anderson hat zu MacGyver wie zu Stargate SG-1 recht übersichtliche Listen auf seiner Homepage veröffentlicht.

Die Capilano Suspension Bridge.

Gegen Abend ging es dann zurück und glückliche Umstände führten dazu, dass ich abends mit ein paar der Tourteilnehmer in einer Hockeyhalle saß und ein original kanadisches Hockeygame gesehen habe. Viel Eis, viel Stimmung, viele Kämpfe (etwas zu viel für meinen Geschmack) und leider ein viel zu einseitiges Spiel – Endstand 7 zu 1. Ich war wohl der einzige, der eifrig klatschte, als die Gegner ein Tor schossen. Trotz allem ein ereignisreicher, schöner Tag.

Ein original kanadisches Eishockeygame.

Revelstoke – Kelowna – Vancouver

07.10.08

Der Tag heute war nicht ganz so aufregend. Zuerst haben wir einen Bauernhof besucht, der seine eigene Eiscreme herstellt. Schmeckte ziemlich deftig nach Milch.

Nach ein paar weiteren Stopps and den überall vorhandenen Flüssen und Seen kamen wir in Kelowna an. Das Hostel hier war eines der Marke SameSun. Es machte irgendwie einen heruntergekommenen Eindruck. Ich war ganz froh, als wir später noch zu einem Weintest aufgebrochen sind. Kelowna ist ganz groß in Sachen Weinherstellung. Innerhalb Kanadas ist dieses Gebiet wüstenartig, das regenärmste an der Westseite. Die Weine selber schmeckten mir nicht wirklich, obwohl ich nun ein paar Kniffe weiß, wie man einen Wein testen kann. ;)
Kelowna's herrlich hergerichtete Waterfront.

Wir haben in dem SameSun Hosten übernachtet. Es lässt sich festhalten: Einen Freak gibt es immer irgendwo. Diesmal schlief er in dem Bett unter mir. Warum Freak? Wirre Haare, murmelte herum und reagierte nicht auf Hello oder Hi.

08.10.08

Wow, ich bin nun zwei Monate unterwegs!

Heute haben wir den paar Australiern etwas gezeigt, was sie noch nie im Leben gesehen hatten: Schnee. Auf dem Weg Richtung Vancouver hatte es geschneit und haben den Ansatz einer Winterlandschaft hinterlassen. Schon interessant, wie schnell das Wetter sich ändern kann.

Wir hielten an einem Eingang zu einer ehemaligen Eisenbahn. Große Tunnel waren in massives Gestein gehauen worden, um der Bahn genügend Platz für die Durchfahrt zu bieten. Auch hier hatten wir kaum Zeit, um die Umgebung auf uns wirken zu lassen, schon ging es weiter. Ich hatte die Idee, mir ein Motorrad zu mieten und die Tunnel abzufahren. Es gab dort keine wirkliche Absicherung und die Schienen lagen auch schon lange nicht mehr dort, wo sie mal waren.

Zum Mittagessen hielten wir am Kawakawa Lake, den ich auch schon auf der Hinfahrt gesehen hatte. Ein wenig wurde gegessen und dann ging es auf zu einem (für mich) ziemlich aufregendeb Stopp – den Fallschirmsprung!

Ich wollte den Sprung unbedingt machen. Wir kamen also an, ich bekam einen Schutzanzug in Clownsfarben und wir stiegen ins Flugzeug. Das stieg auf etwas um die 3000 Meter. Mein Tandempartner schloß schließlich seine Vorrichtung an mich an und wir saßen am Fenster, ohne Schutz, ohne alles. Man muss dann die Beine und die Arme kreuzen und nach oben schauen. Ich denke mal, dies geschieht aus Gründen der Sicherheit. Es gab bestimmt schon viele Leute, die nach unten schauten und sich verzweifelt versuchten, festzuhalten.

Schwupps – waren wir im freien Fall. Ich schrie vor Begeisterung. Keine gute Idee, wie sich herausstellte. Die Luft in 3000 Metern Höhe ist nämlich erstaunlich dünn. Doch kein Problem, ein paar Züge durch die Nase, wie mir vorher gesagt wurde, und alles war ok. Wir drehten ein paar Links- und Rechtskurven, ich schoß ein paar Fotos, und schon war der Sprung vorbei. Viel zu kurz und leider viel zu teuer, um es mal eben erneut zu machen. Aber sicherlich ein ganz klasse Erinnerung.
Ja, das ist wirklich mein Fuß, 2000 Meter in der Höhe. Über mir ein Fallschirm und ein Tandempartner.

Am Abend kamen wir schlussendlich wieder in Vancouver an. Die Tage möchte ich nun noch nach Victoria (Vancouver Island) und Whistler (Ski-Resort 2 Stunden in den Norden, entlang dem Sea to Sky-Highway). More to come!

Banff – Revelstoke

Wie ich schon erzählt hatte, bin ich ein paar Tage in Banff geblieben. Doch alsbald ging es dann wieder Richtung Vancover, wieder eine Drei-Tages-Reise. Unser Tour-Guide war unprofessionell-unfreundlich, nicht das das was neues wäre bei Moose Tours (die haben mich zu den Niagara-Fällen, nach New York und schließlich hier herum gefahren), er war aber auch noch schweigsam. Ich werde die Tour in zwei Einträgen posten.

06.10.2008

Wir sind – erstaunlicherweise – zu den Takakkaw Falls hinauf gefahren. Erstaunlich deshalb, weil ich auf der Hinfahrt schon einmal hier war. Ein Blick in die Broschüre verriet mir, dass auf der Hinfahrt diese Station gar nicht angefahren werden sollte. Wieder einmal wird mein Vertrauen in Moose Tours drastisch erhöht. Der Tour-Guide meinte nebenbei beim Aufwärts-Weg, dass unten Road Closed stand. Mal sehen, wie hoch wir kommen. Oben angekommen, gingen wir zum Wasserfall und wieder zurück, da stand auch schon ein Ranger hinter uns und bat uns hinunter. Er fuhr hinterher und schloß hinter uns ab. Letztes Mal in diesem Jahr!

Später sind wir zu einem Wolf-Resort gefahren. Hier werden Wölfe gehalten, welche alleine nicht überlebt hätten. Es wurden viele interessante Fakten erzählt und am Ende haben wir die Wölfe durch unser Geheule zum heulen gebracht!
Die Bäume im Wolf Resort.

Wir durchfuhren auch wieder den Rogers Pass und hielten am exakt gleichen Stopp wie auf dem Hinweg. Es sei erwähnt, dass das Wetter hier innerhalb von Minuten von strahlendem Sonnenschein zu starkem Regen wechseln kann. Und zurück.
Ein Berg am Rogers Pass.

Zum Schluß machten wir dann noch einen viel zu kurzen Stopp in Kanadas Regenwald. Die Bäume hier sind teilweise 500 Jahre alt und haben Stämme, mein lieber Scholli. Ein ziemlich gemeiner Nachteil schwächt die Bäume: Es sind Flachwurzler. Mit einer Durchschnittshöhe von 60 Metern und etwas Hurrikan-artigem Sturm kann das schon schlecht aussehen für die Bäume.

Abends hielten wir in Revelstoke (auf dem Hinweg auch ein Stopp) und übernachteten in einer Holzhütte nahe eines Dammes. Diese Holzhütten sind immer wärmer als man denkt. Interessant auch der Hinweis unseres Guides, bloß nicht mit den Leuten an der Rezeption zu reden. Sie seien dumm wie Brot. Mhja.