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Jetzt ganz doll neu!

Twitter? Was ist denn das jetzt wieder?

Stimmt. Da oben, da gibts jetzt diesen Twittercounter. Und ‘ne Zahl. Und rechts, da findet sich jetzt diese Box mit der Sprechblase – wer schreibt denn da rein?

Erklärbär

Mal von Anfang an. Twitter heißt auf Deutsch zwitschern. Deswegen ist das Logo der Seite twitter.com auch ein Vogel. Vögel zwitschern, um zu kommunizieren.

Und da Vögel bekanntlich nicht elendig lange zwitschern, wurde auch die Eingabemöglichkeit bei Twitter begrenzt: 140 Zeichen, mehr nicht. Zur Erinnerung: In jede Kurznachricht vom Handy passen 160 Zeichen. Da wurde noch weiter von abgebissen!

Jedoch hat dies genau den Vorteil, dass die Twitter-Nachrichten auch nicht sonderlich lang werden. Es gibt verschiedene Webseiten, wie zum Beispiel Twitterburner.com oder is.gd, um URLs zu verkürzen und in die 140 Zeichen aufnehmen zu können. Ja, und damit ist Twitter eigentlich schon komplett erklärt.

To Be Connected

Den Reiz von Twitter machen Erreichbarkeit und Aktualität aus. Wolltet ihr schon immer mal Brent Spiner (Data aus Star Trek: The Next Generation) ‘ne Frage stellen? Das könnte klappen – hier sein Account. Oder interessiert euch eher, wo Fred Durst von Linkin Park gerade sein Set aufbaut und wollt live dabei sein? Dazu mal in seinen Account schauen. Aktuelle Magazine und andere Stars – Britney Spears ist ganz groß oder Aston Kutcher – finden sich auch im Twitter-Universum. Und auch ein in der Netzwelt bekannter Politiker: Jörg Tauss.

Um wirklich immer auf dem Laufenden zu sein, kann man sich die neuen Einträge eines jeden Twitterers auf sein Handy senden lassen – und von seinem Handy auch neue Beiträge senden. Die einzigen Kosten sind die einer SMS, und der Empfang ist natürlich kostenlos. Ideen, Fragen, URLs – alles nur eine Nachricht entfernt.

Doch diese Updates sind nutzlos ohne Zuhörer. Das ganze nennt sich followen, also verfolgen. So hat ein Nutzer eine bestimmte Anzahl von Followern – wie zum Beispiel ich die oben rechts angegeben Zahl. Und die lesen meist alle deine Updates. Ein gutes Mittel, um in Kontakt zu bleiben: Man schreibt seine Nachricht auf und alle Follower bekommen diese Nachricht zugestellt. Ob nun im Web oder per Handy. Oder per Sprechblase im Blog.

Themenfixiert

Um sich zu einem bestimmten Thema zu äußern, nutzt man die Raute. Muss man nicht, kann man aber. Später finden andere User diese Info dann wieder. So hänge ich bei Reisethemen meist #reise an, um eine Idee zu geben, um welches Thema es sich bei dem Tweet handelt.

Dann ist es auch möglich, einen bestimmten Benutzer anzusprechen. Das geht wiederum ganz einfach mit dem E-Mail Zeichen. Um mir eine Nachricht zu senden, müsste man also am Anfang der Nachricht ein @ mit meinem Nutzernamen einfügen: @tobiasmaasland. Das funktioniert auch vom Handy aus. Und alle im Web können es sehen. Ziemlich transparent, dieser Service.

Gut, das mein Nutzername so lang ist – dann ist die Hälfte der Nachricht schon fort :)

Ui, Nachricht!

Ich finde das ganze genial. So kann man die Benachrichtigung für einen jeden aktivieren oder deaktivieren. Und ganz individuell einstellen, welche Nachrichten und ob überhaupt welche aufs Mobiltelefon kommen sollen. Man kann das natürlich auch komplett sein lassen und diesen lebendigen Informationsfluss live im Internet verfolgen – eine Fülle von Tools ermöglicht dies auf jedem Betriebssystem. Davon habe ich mir aber noch nichts angeschaut.

Nun, und das erklärt auch, was diese Sprechblase auf der rechten Seite ist – eine Anbindung an meine aktuellste Twitter-Nachricht. So könnt ihr immer sehen, was ich gerade so zu twittern habe.

Auch interessiert geworden? Dann verfolge mich!

eeebuntu 2.0 Anpassungen

eeebuntu ist ein Ubuntu – Derivat, angepasst an den eee PC von Asus, welches ich vor einiger Zeit installiert habe. Die Installation und Benutzung funktioniert soweit problemlos und viel besser als das alte XandrOS – trotzdem habe ich ein paar Tipps und Tricks heraus gefunden, wie man das Betriebssystem noch etwas verbessern kann. Dieser Eintrag basiert auf eeebuntu 2.0.

 

Warnung

Die Tipps hier sind ohne Gewähr. Ich übernehme keine Verantwortung für Schäden an deinem Computer. Ich gehe davon aus, dass du weißt, was du tust. Du wurdest gewarnt.

Grundeinstellungen

eeebuntu ist schon ziemlich auf die eee PCs vorbereitet. Adams Kernel ist von Haus aus dabei, eine modifizierte Kernel – Version, angepasst auf die eee PC – Reihe. Herunterladen kann man sich das hier. Ich hatte mich damals für die Standard-Version entschieden. Wer Platz sparen möchte, kann sich die Base-Version herunterladen und selber anpassen. Und wer von dem klotzigen Standardmenü auf dem original XandrOS begeistert war, der kann sich auch die NBR-Variante anschauen.

Um sich die Fenster überhaupt komplett anschauen zu können (die y-Auflösung ist mit 600 Pixeln nicht die höchste), muss erst einstellen, dass man Fenster nach oben hinaus schieben darf (Quelle). Dazu folgendes in einem Terminal eingeben:

gconftool-2 --set /apps/compiz/plugins/move/allscreens/options/constrain_y --type bool 0

Nun kann man Fenster endlich hinschieben, wo man will. Ganz einfach übrigens per Alt + Doppelklick.
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Linux Multimedia Studio Tutorial

Nachdem ich Ubuntu Studio und all seine Software entdeckt habe, habe ich mir LMMS (Linux Multimedia Studio) 0.4.4 mal genauer angesehen. In diesem Blogeintrag zeig’ ich mal, wie man einfache elektronische Musik mit dem Programm machen kann. Achtung: Ich übernehme keinerlei Verantwortung für Schäden am Computer oder am Soundequipment. Das Tutorial wurde nach bestem Wissen erstellt.

Orientierungsarbeit

LMMS sollte in den Ubuntu Repositories vorhanden sein. Bei Ubuntu Studio ist es gleich dabei, wenngleich auch nicht in der neuesten Version. Falls du dich damit auskennst, solltest du die neueste Version herunterladen und neu kompilieren.

Blickfest

Die Oberfläche macht einen sehr aufgeräumten Eindruck. Wenn man LMMS startet, wird als erstes immer ein leerer Song angezeigt. Auf der linken Seite findet sich eine Menüleiste mit neuen Instrumenten, Samples und Zugriff auf die Festplatte. Das hat einen Vorteil: Man hat alles in einer Hand. In der Menüleiste oben befinden sich die üblichen Elemente plus ein paar Buttons, um die Editierfenster ein- und auszublenden. Und dann gibt es noch den eigentlichen Arbeitsbereich. Hier findet sich der Song Editor, das Beat+ Bassline – Fenster und der FX Mixer.

Lautlos

Um zu checken, ob überhaupt Sound erzeugt werden kann, klickst du zuerst im Song-Editor auf den Button Default preset. Es öffnet sich ein Fenster mit dem Triple Oscillator. Klicke nun mit der Maus unten auf das Keyboard oder nutze deine Tastatur, um einen Ton zu erzeugen. Falls nix zu hören ist, einfach in den Optionen (Edit – Settings – Audio Settings – Audio Interface) auf Alsa umstellen – oder auf einen anderen Eintrag. Und dann erneut probieren. Der Sound sollte dann funktionieren.

Strukturiert

Ok, nun wollen wir mal einen Mini-Song erstellen. Für die, die dieses Tutorial nicht durchspielen möchten, sondern nur lesen, habe ich die Tutorial-Datei hier hochgeladen. Um mal zu hören, was am Ende rauskommt, habe ich das Ergebnis mal aufgenommen:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Schließe das Triple Oscillator – Fenster.

Wir wollen nun die beiden Tracks Automation Track und Sample Track entfernen, diese sind kein Teil dieses Tutorials. Klicke dazu einfach auf das Werkzeugsymbol links neben dem Instrument. Dort gibt es den Befehl Remove this Track.

Nun klicke im Song-Editor einmal auf das graue Rechteck ganz links in der Zeile vom Triple Oscillator. Eine schwarze Box erscheint. Das wird unser Notenblock. Falls du sie an die falsche Stelle gesetzt hast, kannst du sie per Drag and Drop an die richtige Stelle ziehen. Oder per mittlerer Maustaste löschen. Nun: Doppelklick auf die schwarze Box.

Der Piano Roll-Editor öffnet sich. Nun füge per Linksklick ein paar Noten hinzu. Per Rechtsklick kannst du sie wieder löschen. Wenn du eine Note anklickst, kannst du sie hin und her schieben. Und um sie kürzer oder länger spielen zu lassen, kannst du sie an der rechten Seite größer oder kleiner ziehen. Die nächste Note, die du eingibst, wird immer so groß wie die letzte, die du eingegeben hast: Oben rechts im Fenster ist Last Note selektiert. Schau ruhig mal durch die Einstellungen der Kopfzeile.

Wenn du viele Noten eingibst, kannst du im Song-Editor – Fenster sehen, wie der schwarze Block größer wird. Beim Löschen der Noten dementsprechend kleiner. Ok, ausprobieren: Einfach mal in dem Piano Roll – Fenster auf Play klicken. Mein simpler Aufbau sieht so aus:

lmms-tut-1-bass
Simpler Bass-Aufbau.

Das Problem ist nur, dass bei den kurzen Noten ein Knacken zu hören ist. Aber das lässt sich einfach ändern: Einfach den Tripe Oscillator per Klick auf den Button Default preset noch einmal öffnen, dann Env/LFO auswählen und auf den Shape mit der Überschrift Envelope klicken. Der Shape wird nun grün und das Knacken ist weg.

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Musik mit Linux

Im Freeware-Bereich gibt es zu allen möglichen Programmen Alternativen mit unterschiedlichen Ausreifungsgraden. Games, Anwendungs-, Render- und Zeichenprogramme sind inzwischen sehr ernst zu nehmen. Gibt es da eigentlich auch was für Musiker?

Dazu habe ich verschiedene Programme, die für Linux verfügbar sind, ausprobiert. Meine Erfahrungen und Empfehlungen könnt ihr in diesem Eintrag nachlesen.

Musikmaschine

Als Betriebssystem nutze ich Ubuntu, besser gesagt, Ubuntu Studio. Dieses Ubuntu-Derivat ist schon prall gefüllt mit Video-, Audio- und Grafiksoftware. Wer Ubuntu schon installiert hat, kann seine Installation mit diesen Befehlen ganz einfach zu einer Ubuntu Studio – Installation umwandeln. Aber Vorsicht: Ich übernehme keine Garantie, dass das problemlos funktioniert. Jeder probiert auf eigene Gefahr!

Und dann, nach ein wenig Downloadzeit und Installation der Packages, kann man sich ein Bild des Systems machen. Standardmäßig wird der Realtime-Kernel mitinstalliert und die Latenzzeiten des Systems sind damit richtig gut. Der einzige Nachteil ist, dass eine bestimmte Einstellung noch nicht vorgenommen wurden, die der Audio-Gruppe Realtime-Zugriff ermöglicht. Doch mit diesen Instruktionen lässt sich auch das einstellen. Jetzt muss der eigene Benutzer nur noch der Audio-Gruppe hinzugefügt werden und los gehts!

Melodiegefahr

Um Musik zu machen, benötigt man eigentlich nur ein paar Komponenten:

  • Sequencer – Der spielt die Noten ab
  • Synthesizer – Kann man coole Sounds mit machen

Eigentlich.

Da man aber auch das Gesamtergebnis abmischen möchte, Effekte hinzufügen und Audio aufnehmen, bleibt es nicht ganz bei diesem Aufbau.

Sequencer

Frei verfügbare, leistungsfähige Sequencer sind zum Beispiel Rosegarden, Muse oder seq24. Das Prinzip ist immer das gleiche: Man schließt virtuell Geräte an und die Software sagt den Geräten, wann welche Note gespielt werden soll.

Audiogeräte

Hier gibt es Synthesizer wie den ZynAddSubFx, der inzwischen schon in andere Programme als Plugin eingebaut wird. Um SoundFonts zu nutzen, nimmt man sich QSynth und bindet die Font dort ein. SoundFonts sind eine Bibliothek von Tönen, um zum Beispiel ein Klavier oder eine Trompete möglichst realistisch erscheinen zu lassen. Es wird nicht jeder Ton aufgenommen, aber in Abständen jeweils ein neuer, um neue Töne nicht einfach durch pitchen zu verändern.

Um eine effektive Drumline zu erstellen, bietet sich Hydrogen an. Hydrogen lässt sich per Jack (siehe weiter unten) in die Umgebung einbinden und wird separat editiert. Der Vorteil: Es gibt frei verfügbare, gut klingende Drumsets. Außerdem lassen sich Effekte wie Humanisierung nutzen: Die Noten werden nicht ganz genau auf den Punkt gespielt, sondern immer etwas “daneben”. Auch hier lassen sich die Instrumente auf LADSPA-Effekte hängen.

Effekte

Um nun Echo, Delays oder andere Effekte zu nutzen, kann man entweder VST-Plugins umständlich über wine-Emulation zum laufen bekommen oder einfach die frei verfügbaren LADSPA-Plugins nutzen. Auch hier gibt es wieder eine aktive Community.

Kopplung

Da haben wir nun also einen Sequencer, einen Synthesizer und Effekte. Doch wie wird das denn alles miteinander verbunden?

Dazu gibt es Jack. Jack ist ein realtime, low-latency audio management system. Faszinierend: Egal, in welcher Anwendung man Play drückt, alle anderen werden gleich mitgestartet. Somit würde ein testweiser Aufbau etwa so aussehen:

Man starte erst Jack und klicke auf Start, um den jackd-Server zu starten. Dann Muse öffnen und ZynAddSubFx. Jack sollte die Programme automatisch erkennen und verbinden (Button Connections). Dann in Muse-Menü Settings – Midi Ports / Soft Synth unter Device Name den ZynAddSubFx auswählen. Das ganze wieder schließen. Rechtsklick im weißen Bereich, Add Midi Track anklicken. Nun ein paar Noten in den Sequencer malen – oder wer ein MIDI-Keyboard hat, aufnehmen – und abspielen. Wer den Sound verändern möchte, kann das im Synthesizer tun: Einfach auf das leere Feld neben Enabled klicken (nachdem man per Misc – Switch User Interface Mode auf die Advanced-Sicht umgestellt hat) und ein neues Instrument auswählen.

Nicht vergessen: Da es zwei unterschiedliche Programme sind, muss man auch in beiden abspeichern und bei einer neuen Session laden. Da macht es Sinn, die Dateien im gleichen Ordner mit dem gleichen Dateinamen abzuspeichern – die Dateiendung ist schließlich unterschiedlich.

Schlagzeug und Drums lassen sich nun mit Hydrogen hinzufügen. Das Programm wird gestartet und auf Jack als Audio-Server umgestellt. Dann muss eventuell neu gestartet werden und es können Drums hinzugefügt werden.

Wenn man nun Effekte hinzufügen möchte, kann man dazu Jack Rack nutzen. Die Audioausgabe muss nur per Jack umgeleitet werden in den Jack Rack. Leider kann man so nur ein Programm mit einem Effekt verbinden – nicht Midi-Bank für Midi-Bank. Außerdem muss man dann in allen offenen Programmen alle Einstellungen abspeichern und bei jeder Session wieder neu öffnen. Man kann bestimmt gute Ergebnisse mit diesem Aufbau erzielen – aber irgendwie war mir dieses spezielle Szenario doch zu unflexibel. Eine andere Lösung musste her.

Digital Audio Workstation

Da kommen dann leistungsfähige Programme wie Ardour (eine frei verfügbare Digitale Audio Workstation – DAW) ins Spiel. Ardour ist kein Sequencer, sondern quasi eine Mischplattform für aufgenommene Audiospuren. Auch hier kann man die berühmten LADSPA – Plugins nutzen. Da ich mich aber mit Audioaufnahmen noch nicht beschäftigt habe, kann ich zu Ardour nichts sagen.

Und dann gibt es noch das Komplettpaket Linux Multimedia Studio.

Multimediale Power

Das Linux Multimedia Studio, kurz LMMS, bietet eine Fülle an Funktionen. Das Programm ist quasi Mix aus Sequencer, Synthesizern, DAW, LADSPA-Plugins und anderen Instrumenten. Wer mal Musik mit FruityLoops oder Reason gemacht hat, wird sich hier ziemlich schnell zurecht finden. Hier und da funktionieren Dinge noch nicht und manchmal stürzt es ab (oft speichern), aber es macht einen sehr vielversprechenden Eindruck auf mich. Damit habe ich dann erst einmal ein wenig experimentiert. Ein weiterführender Eintrag wird dazu noch folgen.

Jupp, und da kommt sogar was bei raus:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Audiophil

Linux wird somit auch im Audioumfeld immer stärker. Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass es eine unüberschaubare Fülle an Programmen gibt. Aber ebensowenig sollte man vergessen, das viele dieser Programme inzwischen handfest lauffähig sind und zur Produktion genutzt werden.

Wahl zum besten SourceForge-Projekt

Momentan gibt es Wahlen für die besten Projekte auf SourceForge. Das sind die sogenannte Community Choice Awards. Die Mitarbeiter auf SF schreiben, dass die Projekte, die ihre Community dazu bewegen, für ihr Projekt zu stimmen, auch eher gewinnen könnten.

Wer meinen Blog verfolgt, der wird festgestellt haben, dass ich mich viel mit Open Source auseinandersetze.

Und da ich momentan auf meinem eee 900 eeebuntu benutze, liegt nichts ferner als den Knopf zur Teilnahme hier mit aufzunehmen. eeebuntu ist eine Version des freien Betriebssystems Ubuntu mit speziellen Anpassungen auf den eee PC. Und neuer als dieses klotzalte XandrOS ist es allemal. Version 3.0 ist gerade heraus gekommen, die basiert auf Ubuntu 9.04. Und, man staunt – selbst Nutzer von Acer-Netbooks nutzen diese Distro, um ihren Schlepptop zu betreiben. Na mal sehen, ob eeebuntu bald umgenannt wird zu netbookbuntu (Vielleicht sollte sich jemand den Namen überlegen, der sich mit so was auskennt…)


Wer eeebuntu noch nie gesehen hat und lieber für etwas stimmen möchte, was er kennt, dem stehe frei, auf SourceForge.net ein wenig zu stöbern. Viele grandiose freie Software ist dort erhältlich! Das schreit nach einem SourceForge-Blogeintrag, ich höre es ganz deutlich!

5 geheime Geheimnisse

Juchu, endlich mal eine Aufzählung!

Der Titel ist etwas – geheimnisvoll. Ich möchte Licht auf Dinge werfen, die sonst nicht so gut beleuchtet sind.

1. Öltransporte und Ölinseln
Allgegenwärtig und ein Konsumgut, welches die Welt am Laufen hält. Ein Benutzer in einem Forum behauptete, dass Öl das “Blut der Welt” sei. Ohne Öl keine Konsumwirtschaft sprich kein Geld sprich kein Handel sprich das Ende aller Tage.

Zwar bin ich mir nicht so sicher, ob ich dass so unterschreiben will – das Ölbusiness ist sicher eines der größten der Welt, und dabei so unscheinbar für den Normalkonsumenten, dass es eine Pein ist. Auf meiner Reise treffe ich immer mal wieder Menschen, die auf einer Ölbohrinsel oder einer Raffinerie arbeiten. Die Arbeitszeiten sind völlig inakzeptabel – dafür bekommen sie aber richtig Asche und eine Menge freie Zeit.

Um sich den gewaltigen Umsatz der Industrie vorstellen zu können, benötigt es unglaublicher Zahlen: Allein im Golf von Mexiko und Teilen der Vereinigten Staaten gibt es 6659 aktive oder inaktive Ölplattformen, von denen 819 noch immer voll bemannt sind. Das Tolle ist: Viele der Plattformen sind nach dem Hurricane Katrina einfach losgerissen und sind verschollen. Weg. Wenn man sich vorstellt, dass eine Plattform bis zu 700 Millionen US-Dollar kostet, ist das schon etwas unangenehm. Es enstehen zwar hunderte Jobs pro Plattform, aber die sind hart, unangenehm und schmutzig. Wenn ich mich jedoch richtig erinnere, hat dass auch alles seinen Grund: Eine Plattform kann Öl von beispielsweise 6 Millionen US-Dollar fördern. Am Tag. Das sind verdammt viele LKWs.

2. Jobs, die wir tatsächlich brauchen
Der Müllmannstreik in Hamburg vor einigen Jahren hat es gezeigt: Es gibt Jobs, die einen großen Teil unserer Gesellschaft darstellen, die wir aber manchmal gar nicht wahrnehmen. Erst, wenn sie nicht mehr funktionieren, kommen wir etwas ins Schwitzen. Man stelle sich mal vor, Rettungsassistenten (dem gemeinen Bürger eher als Rettungssanitäter oder einfach Sanitäter bekannt) würden streiken – na dann mal gute Nacht, Marie. Oder die Polizei. Kellner. Fleischer. Gärtner. Kassierer. Oder eben Müllmänner (und -frauen).

3. Stromversorger
Auch Stromversorger sind Geschäftsmenschen. Und wie kann man die Rendite eines Unternehmens erhöhen? Ausgaben senken, Einnahmen steigern – richtig. Da niemand per Gesetz dazu auffordert, Zahlungen für Instandhaltung oder anderes aufzuzeigen (die Bücher bleiben dicht), kann man auch nicht wirklich nachvollziehen, was wo investiert wird – oder was nicht. Ein Reporterteam von arte (finde den Film leider nicht) hat vor einigen Jahren nachgeforscht, welche Wälder (Stromleitungen hängen hier gern mal rum) und Strommasten gut gepflegt werden. Anlass war der Stromausfall in New York. Es hat sich heraus gestellt, dass – Überraschung! – die Leitungen teilweise in einem desolaten Zustand sind. Niemand von den verschiedenen Konzernleitungen wollte Interviews geben.

Eine kurze Internetrecherche ergab, dass verschiedenste Energieversorger außerdem durch Internetwürmer oder Netzangriffe bedroht sind. Na juppheida.

4. Aktienteilhaber und Arbeitnehmer gleichermaßen
Das finde ich immer wieder den Hammer überhaupt: Arbeitnehmer zu sein und Aktien vom eigenen Unternehmen zu halten. Vielleicht stehe ich mit meiner Meinung völlig alleine da. Jedoch finde ich es etwas übertrieben, zu sagen: Klar habe ich Aktien von meinem Arbeitgeber. Und ich möchte, dass er mir Rendite gibt. Aber das er mich jetzt kündigen will, finde ich doch etwas doof.

Zwar gibt es Arbeitgeber wie BMW, wo der größte Teil des Aktienpaketes von einer Familie gehalten wird, die lieber langfristig Rendite sehen möchte als kurzfristige Erfolge. Ich denke jedoch, egal, wie oft wir Menschen in diese Finanzkrisen hineinstolpern (und verschiedenste Regierungen mit Teilverstaatlichungen den Konsumgeist retten wollen), eines wird vergessen. Und das ist die langfristige Entwicklung einer Rendite. Nein, lieber schnell und dicke. Möglichst morgen. Ist das möglich?

5. Das Geheimnis hinter Aufzählungen
Das hab ich mich schon immer gefragt. Warum gibt es eigentlich so viele Aufzählungen auf Internetseiten? In Blogs, Newsseiten, Gamesseiten…

Festzustellen bleibt, dass jedenfalls auch du dem Reiz nicht unterliegen konntest, den Artikel bis hier hin zu lesen. Oder etwa nicht? Oder?

Bluetooth auf eee 900

Dieser Eintrag richtet sich an Profi-Benutzer

Mit der Standardinstallation Xandros und einem handelsüblichen Bluetooth-Stick lassen sich Verbindungen auf Bluetooth-Geräte aufbauen. Es wurde nur der Datenaustausch zwischen einem Nokia Handy und dem Computer getestet. Jedoch sollte grundsätzlich mehr möglich sein.

Vorgehen

Erweiterte Repositories werden vorausgesetzt.

Quellen: Hier und da.

Zuerst muss etwas Software installiert werden:
sudo apt-get -s install ussp-push
sudo apt-get -s install obexpushd
sudo apt-get -s install bluez-utils

Adressuche

Um die Adresse des gewünschten Gerätes herauszufinden (Bluetooth eingeschaltet und Gerät sichtbar):

hcitool scan

Hier die MAC-Adresse des Gerätes notieren. Den Kanal herausfinden (MAC-Adresse am Ende eingeben):

sdptool browse 00:12:34:56:AB:CD

Kanal notieren. Nun in der etc/bluetooth/hcid.conf folgendes hinzufügen:

device {
# Discovery
discovto 0;

# Class Cellphone
class 0x3e0100;

Nun folgendes ausführen:
sudo hciconfig hci0 up
sudo /etc/init.d/dbus start
sudo /etc/init.d/bluetooth start

sdptool add --channel=10 OPUSH
obexpushd -n -d -B10

Dann auf dem Handy Datei –> Senden –> Bluetooth und verbinden mit dem Computer.

Falls es nicht funktioniert, einmal

sudo rfcomm release 0
sudo rfcomm connect 0
Ctrl+C

durchführen. Das Device sollte nun mit dem Computer verbunden sein und Datenaustausch ermöglichen. Sollte es wider Erwarten nicht funktionieren, bitte einmal in den Quellen nachschauen.

Können Sie mich hören?

Kanada hat sicherlich in einigen Dingen die Nase vorn. Im Mobilfunkgeschäft bestimmt nicht. Ein Einblick in die günstigsten verfügbaren Tarife der Firma Wireless Wave.

Kostenpunkt
Eine Prepaidkarte von Fido, nur erhältlich mit einem Handy (?), kostet 70 CAD. Dazu kommt, dass dort sagenhafte 5 CAD Guthaben enthalten sind. Nun müsst ihr wissen, dass man in Kanada für abgehende, aber auch für ankommende Gespräche bezahlt. SMS werden nur abgehend berechnet. Der Minutenpreis beträgt 0.30 CAD. Und das beste:

Ende jeden Monats verfällt das Guthaben, falls man nicht einen neuen Betrag auflädt! Und da ist es egal, ob das 5 oder 50 CAD sind. Einfach weg, falls man nicht noch Geld oben drauf packt.

In der Anschaffung bezahlt man also 65 CAD – das sind etwa 40 Euro.

Geldwerter Vorteil
Falls man sich dazu entscheiden sollte, einen Vertrag (hier von Virgin) in Anspruch zu nehmen, so sieht das ganze so aus: 35 CAD für die SIM-Karte (stimmt schon, die sind aber auch verdammt schwer herzustellen), 35 CAD für die Aktivierung der SIM-Karte (jemand muss in der Verwaltung auf On klicken) und dann noch einmal mindestens 25 CAD für den eigentlichen Vertrag. Enthalten sind 50 Minuten (auch hier gilt wieder: ankommend wie abgehend) und sogenannte Unlimited Calls am Wochenende. So unbeschränkt sind die auch nicht: Sie gelten nur für Gespräche in der Greater Vancouver Area. Jede weitere Minute über den 50 Minuten kostet 0.35 CAD (also mehr als im Prepaid von Fido).

Hier fallen die Gesamtkosten zusammen auf 35+35+25 = 95 CAD, das sind etwa 60 Euro.

Luxusgebühr
Die Mitarbeiterin hat es mir so erklärt: Mobilfunk ist noch immer ein Luxusgut in Kanada, und die Regierung (warum auch immer die in ihrer Erklärung aufgetreten ist – ich dachte, die Firmen betreiben die Mobilfunknetze) hat die Preise halt so festgesetzt. Stimmt nicht ganz – Wireless Wave ist eine Vermittlungsfirma und macht ihr Geld durch Zubehörverkäufe.

Haltlos
Also habe ich mich direkt bei den Mobilfunkanbietern umgesehen – und siehe da: Bei Fido direkt kostet es “nur” 35 CAD für die SIM und 20 CAD an Guthaben. 55 CAD, etwa 34 Euro, da kann ich mit leben. Trotzdem noch ziemlich gesalzen. Und das Guthaben verfällt noch immer.

Ohne vernünftige Kommission oder eine RegTP wird der Kunde hier also geschröpft, wie es den Firmen so gefällt. Kanada hat sicherlich die Nase vorn in einigen Dingen, aber in anderen muss es noch einen weiten Weg gehen.

GeoIP mal nützlich

Warum, ist mir gerade mal so aufgegangen, warum nutzt man GeoIP eigentlich nicht für bessere Webseiten? Und zwar auf die Adresse genau, das muss doch irgendwie möglich sein. Klar, man kann auch einfach seine Adresse eingeben, um die herum gesucht werden soll. Erstens ist das aber doch langweilig und zweitens weiß man die als Reisender schlicht nicht.

Ich sehe die Datenschützer schon springen (ich auch ein wenig). Aber auf der anderen Seite wäre es doch völlig cool für Reisende: Rechner anstöpseln, Gelbe Seiten suchen oder Google und alles im Umkreis finden. Selbst die Werbung könnte doch regionsbezogen sein und je nachdem, wo man seine Gelben Seiten aufruft, bekommt man nur Werbung aus einem Kilometer Umkreis zu sehen.

Jemand, der das umsetzen will? Keiner?

Schade.

Installation von eeebuntu

Schon seitdem ich mir den eee PC 900 gekauft habe, habe ich immer im Hinterkopf gehabt, irgendwann einmal die Linux-Version zu wechseln. Ganz besonders sympathisch war mir da Ubuntu, eine der besten Einsteigerdistributionen. Außerdem basierte das völlig veraltete XandrOS auch auf Debian bzw. Ubuntu.

Nur war mir die Installation zu aufwändig. So viel musste angepasst werden, vom Kernel über die WiFi-Treiber hin zu allen möglichen Kleinigkeiten. Aber dafür gibt es doch eeebuntu, hat mir das Internet dann vor einigen Tagen gesagt. Zwar gibt es auch Distros wie Easy Peasy oder Puppy Linux oder Fedora, wie auch immer, ich wollte eeebuntu.

Also Image gezogen und den PC komplett neu aufgesetzt. Normalerweise besitzt der eee PC 900 ein Shadow-Image, um eine Systemwiederherstellung durchführen zu können. Weg damit. Außerdem, und auch das hat mir Herr Google gesagt, sind zwei SD Karten in meinem Rechner verbaut. Eine 4GB und eine 16GB. Um so besser, die 4GB ist nun für das System vorgesehen und die 16GB ist mein Home-Verzeichnis.

Klar, es müssen auch hier noch verschiedenste Anpassungen durchgeführt werden. Einer der ulkigsten Fehler war, das beim Einstecken der Stromversorgung (!) die Fehlermeldung kam, dass das Mail-Programm Eudora nicht gestartet werden konnte. Und sicher ist das auf Ubuntu 8.10 basierende eeebuntu 2.0 noch nicht perfekt. Aber nun kann ich zumindest Spiele wie Secret Maryo Chronicles spielen – das war mit XandrOS gar nicht möglich, weil sich das System nicht auf OpenGL 2.0 updaten ließ. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich nun an die offiziellen Updates von Ubuntu angebunden bin. Die Software haben keine Versionen von vor zwei Jahren, die mit nichts kompatibel sind. Dazu kommt, das der eee PC unter XandrOS immer wieder dieses Stottern hatte. Videos oder Games hingen manchmal ein wenig. Mit ein, zwei Tricks passiert das mit eeebuntu nicht mehr – endlich!

Davon mal abgesehen ist der 3D-Desktop von Compiz mit seinen rotierenden Desktops auf der kleinen 900 MHz-Maschine völlig flüssig – und sehr cool anzusehen…