Bild von LMMS Project
Nachdem ich Ubuntu Studio und all seine Software entdeckt habe, habe ich mir LMMS (Linux Multimedia Studio) 0.4.4 mal genauer angesehen. In diesem Blogeintrag zeig’ ich mal, wie man einfache elektronische Musik mit dem Programm machen kann. Achtung: Ich übernehme keinerlei Verantwortung für Schäden am Computer oder am Soundequipment. Das Tutorial wurde nach bestem Wissen erstellt.
Orientierungsarbeit
LMMS sollte in den Ubuntu Repositories vorhanden sein. Bei Ubuntu Studio ist es gleich dabei, wenngleich auch nicht in der neuesten Version. Falls du dich damit auskennst, solltest du die neueste Version herunterladen und neu kompilieren.
Blickfest
Die Oberfläche macht einen sehr aufgeräumten Eindruck. Wenn man LMMS startet, wird als erstes immer ein leerer Song angezeigt. Auf der linken Seite findet sich eine Menüleiste mit neuen Instrumenten, Samples und Zugriff auf die Festplatte. Das hat einen Vorteil: Man hat alles in einer Hand. In der Menüleiste oben befinden sich die üblichen Elemente plus ein paar Buttons, um die Editierfenster ein- und auszublenden. Und dann gibt es noch den eigentlichen Arbeitsbereich. Hier findet sich der Song Editor, das Beat+ Bassline – Fenster und der FX Mixer.
Lautlos
Um zu checken, ob überhaupt Sound erzeugt werden kann, klickst du zuerst im Song-Editor auf den Button Default preset. Es öffnet sich ein Fenster mit dem Triple Oscillator. Klicke nun mit der Maus unten auf das Keyboard oder nutze deine Tastatur, um einen Ton zu erzeugen. Falls nix zu hören ist, einfach in den Optionen (Edit – Settings – Audio Settings – Audio Interface) auf Alsa umstellen – oder auf einen anderen Eintrag. Und dann erneut probieren. Der Sound sollte dann funktionieren.
Strukturiert
Ok, nun wollen wir mal einen Mini-Song erstellen. Für die, die dieses Tutorial nicht durchspielen möchten, sondern nur lesen, habe ich die Tutorial-Datei hier hochgeladen. Um mal zu hören, was am Ende rauskommt, habe ich das Ergebnis mal aufgenommen:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Schließe das Triple Oscillator – Fenster.
Wir wollen nun die beiden Tracks Automation Track und Sample Track entfernen, diese sind kein Teil dieses Tutorials. Klicke dazu einfach auf das Werkzeugsymbol links neben dem Instrument. Dort gibt es den Befehl Remove this Track.
Nun klicke im Song-Editor einmal auf das graue Rechteck ganz links in der Zeile vom Triple Oscillator. Eine schwarze Box erscheint. Das wird unser Notenblock. Falls du sie an die falsche Stelle gesetzt hast, kannst du sie per Drag and Drop an die richtige Stelle ziehen. Oder per mittlerer Maustaste löschen. Nun: Doppelklick auf die schwarze Box.
Der Piano Roll-Editor öffnet sich. Nun füge per Linksklick ein paar Noten hinzu. Per Rechtsklick kannst du sie wieder löschen. Wenn du eine Note anklickst, kannst du sie hin und her schieben. Und um sie kürzer oder länger spielen zu lassen, kannst du sie an der rechten Seite größer oder kleiner ziehen. Die nächste Note, die du eingibst, wird immer so groß wie die letzte, die du eingegeben hast: Oben rechts im Fenster ist Last Note selektiert. Schau ruhig mal durch die Einstellungen der Kopfzeile.
Wenn du viele Noten eingibst, kannst du im Song-Editor – Fenster sehen, wie der schwarze Block größer wird. Beim Löschen der Noten dementsprechend kleiner. Ok, ausprobieren: Einfach mal in dem Piano Roll – Fenster auf Play klicken. Mein simpler Aufbau sieht so aus:
Das Problem ist nur, dass bei den kurzen Noten ein Knacken zu hören ist. Aber das lässt sich einfach ändern: Einfach den Tripe Oscillator per Klick auf den Button Default preset noch einmal öffnen, dann Env/LFO auswählen und auf den Shape mit der Überschrift Envelope klicken. Der Shape wird nun grün und das Knacken ist weg.







