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Zweideutige Werbung

Dazu sei gesagt, das Para “für” auf Spanisch heißt, naja, und suco, kann sich wohl jeder denken. Bisschen schief gelaufen mit dem Löwen, würd ich sagen. Aber wie schon die Bildunterschrift sagt:

Ein Schelm, wer schlimmes dabei denkt.

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zZzz

Heute nach, circa zwei Uhr Ortszeit:

Alle hier im Zimmer sind völlig angepisst, weil einer im Zimmer schnarcht wie ein Weltmeister. Auch ich bin genervt, zumal ich heute im Geschäft an Ohropax vobei ging und sie nicht mitnahm. Schon erstaunlich, wie viele unterschiedliche Schnarchgeräusche ein Mensch machen kann: von Rasseln über Schnaufen zu gurgeln… und er gibt sich wirklich größte Mühe, nur immer auf dem Rücken zu liegen. Der Kerl ist höchst entspannt, liegt da wie der König der Löwen nach nem dicken Fang. Und sägt sich einen vom Leib. Man kann förmlich spüren, wie sich der Blutdruck der anderen 5 hier im Zimmer erhöht.

Na denn mal gute Nacht.

Stadt unter der Stadt

Was sehr cool ist, obwohl es “nur” Geschäfte beinhaltet, ist folgendes: In Toronto gibt es den PATH, in Montreal den RESO. Beides sind Untergrundnetzwerke, PATH 27km, RESO 32km in der Länge. Das bedeutet, dass man zum shoppen keinen Fuß nach draussen setzen muss.

Allem anschein nach gibt es auch hier mal Regen. Außerdem sind die Winter in Kanada ja schon etwas herber als daheim in Deutschland. So kann man sich einfach in eine U-Bahn setzen, zu der und der Station fahren und dort direkt in die Geschäfte gehen. Falls es einem dort nicht mehr gefallen sollte, kann man seine Reise durch die vielen Verbindungstunnel fortsetzen.

Keine Ahnung, wie voll es im Winter wirklich ist. Ich bin gestern durchgegangen und es war relativ leer. Aber es scheint in den Wintermonaten gut besucht zu sein.

Montreal

Dann bin ich wohl in Montreal angekommen. Die erste Nacht sind wir durch die Pubs gezogen, das hat Laune gemacht. Am nächsten Tag sind wir viel durch die Stadt gelaufen, unter anderem auch auf den Berg, von dem die Stadt ihren Namen hat: Mont Royal.

Man hat eine unglaubliche Aussicht von diesem Berg herunter, wenn man es erst einmal hoch geschafft hat. Doch das lohnte sich schon. Wir sind zwar nicht sonderlich zielstrebig Richtung Berg gelaufen – eigentlich wollten wir nur eben was frühstücken – aber der Marsch durch die Stadt war schon sehenswert. Entlang der Rue Catherine gibt es viele Geschäfte und noch mehr Menschen. Der Finanzdistrikt mit seinen Hochhäusern war auch interessant. Dann kann man die Inseln vor der Stadt nicht unbedingt einfach erreichen, haben wir gemerkt. Da sind zwar Brücken, die dürfen aber nur Autos befahren. Am nächsten Tag wurde ich eines besseren belehrt.

Heuer habe ich mir ein Fahrrad geliehen und bin durch die City gecruist. Bestes Wetter dafür. Und ich habe es zu den Inseln geschafft, bin auf ihnen ein wenig herumgeradelt und dann schließlich auf diese unglaublich große Brücke mit dem Namen Jacques-Cartier gefahren, um zurück zu kommen. Was für ein Ungetüm! Aber die Inseln an sich sind auch schick. Auf dem Weg dahin bin ich am Habitat 67 vorbeigefahren, eine unglaublich häßliche Wohngegend nur aus Beton. Auf den Inseln gibt es die sogenannte Biosphere mit unterschiedlichsten Klimas und einen Formula 1-Kurs, auf dem ich gefahren bin.

Auf dem Weg zu den Inseln ein Blick in die Stadt

Später war ich dann am Olympia-Stadion von Montreal. Auch groß, häßlich, Beton, 70er Jahre. Soweit ich weiß, hat Montreal bis Dezember 2006 an dem über einer Milliarde Dollar teuren Stadion abbezahlt. Und das Ding hat in etwa so eine erfolgreiche Geschichte wie der Space Park. Ach nee, das darf man ja nicht mehr sagen. Die Olympiade hier war Sommer 1976.

Schade ist nur, das diese Radwege teils zu wünschen übrig lassen. Nur ein ganz kleiner Teil von dieser Riesenstadt Montreal ist mit diesem Bike-Track gepflastert, und das hier und da ganz gut, aber dort auch mal gefährlich.

Interessant übrigens, dass den Quebecern der Canadian Day völlig egal ist: Es hat sich eingebürgert, das man an dem Canadian Day umzieht und später eine eigene Feier feiert. Jedes Land braucht wohl so eine Mehrparteienschaft, was?

Montreal ist beeindruckend, ohne Frage. Wenn die Leute hier nun nicht prinzipiell Französisch sprechen würden, dann könnte man glatt hier her ziehen.