medien. reise. technik.
Tobias Maasland Logo
Meinen RSS-Feed abonnieren
Jetzt ganz doll neu!

FlightGear – Schritt für Schritt Anfängertutorial

FlightGear, eine frei verfügbare Flugsimulation, hatte vor Jahren schon einmal mein Interesse geweckt, ich hatte mich mit dem Programm jedoch nie sonderlich auseinander gesetzt. Nun überkam mich wieder die Lust zu fliegen – nur hatte ich nicht geahnt, wie viele Fallstricke bis zum Abheben noch vor mir lagen. Aber dafür kann ich meine Erfahrungen ja nun an Interessierte weitergeben, die keine Lust haben, sich durch ellenlange Wiki-Einträge zu scrollen.

Kickstarter

Zuerst muss natürlich die Software her. Ich habe mich hier mit Windows-Systemen auseinander gesetzt, genauer gesagt mit Windows 7 64 Bit. Dazu ist die von mir verwendete FlightGear – Version die Version 2.0 gewesen. Das ist wichtig, da kein einziger Blog-Eintrag diese Information beinhaltet. Sollte irgendwann einmal eine neue Version erscheinen, erstelle ich vielleicht auch einen neuen Blog-Beitrag.

Dazu habe ich mich auf die Download-Seite begeben und die Version für Windows heruntergeladen (zu dem Zeitpunkt des Schreibens 2.0): http://www.flightgear.org/Downloads/binary.shtml. Genau dort befindet sich übrigens auch gleich die Installationsdatei für ein 64 Bit – System. Dazu muss aber erst die Grundversion installiert werden, die 64 Bit – Erweiterung wird dann darauf installiert. Ich empfehle übrigens, das Programm nicht in den C:\Programme – Ordner zu installieren, sondern vielleicht nach C:\FlightGear – die spätere Installation von anderen Programmteilen wird dann sichtlich einfacher!

Das habe ich auch gemacht. Denn erscheint der Flightgear Launcher (bei mir der Flightgear 64-bit Launcher) im Startmenü. Den ausgewählt geht es zur Auswahl eines Flugzeuges. Hier würde ich die Cessna 172 P Skyhawk empfehlen. Sie ist eine solide Wahl und sehr stabil (nicht das Flugzeug an sich, sondern der Programmcode dahinter).

Der Flughafen wird KSFO (San Francisco Intl) sein, da die Basis-Version von FlightGear nur diese Region beinhaltet. Dafür ist sie aber auch recht weit fortgeschritten. Die Karten und Gebäude werden von der Community in der Freizeit erstellt und sind somit hier mal herausragend, da aber wieder langweilig. Die Flughäfen sind auch in sehr unterschiedlichen Entwicklungsphasen, dazu gibt es im FlightGear-Wiki jedoch eine wirklich hervorragende Übersicht.

Doch zurück zu unserem ersten Flug. Das Flugzeug wurde gewählt, der Flughafen ebenso. Nun gibt es die Möglichkeit, ein paar Grundoptionen einzustellen. Das müsste alles passen, also gehts los mit dem Klick auf Starten.

Falsche Mischung

Da stand ich nun in meinem Glück. Das Programm hatte geladen und schien zu funktionieren. Gleichzeitig hat es mich auch ganz großartig mit seiner Funktionsvielfalt erschlagen. Bumms.

Wie guckt man sich hier denn um? Ah! Zweimal einen Rechtsklick mit der Maus machen. Ok. Gut. Da ich noch nie eine Cessna von innen gesehen hatte, war ich nun ungleich schlauer, konnte mich aber umschauen. Durch Probieren habe ich dann noch die Taste v entdeckt, mit der man auf die Außenansicht umschaltet. Um gleich wieder ins Cockpit zu kommen, drückt man nun einfach auf Umschalt+v. Dann entdeckte ich die Flugzeuginfos. Mit Umschalt+ß, also ?, erreicht man dieses Hilfemenü.

Und dann ging es erst richtig los. Um es kurz zu machen: Zuerst muss die Parkbremse mit Umschalt+b gesetzt werden. Dann kann man mit drücken auf s die Motoren starten. Bild hoch gibt nun mehr Leistung auf den Propeller, Bild runter nimmt wieder Leistung weg. Man kann sogar sehen, welche Knöpfe sich im Cockpit verändern, wenn man sich etwas umschaut. Also habe ich volle Leistung auf den Propeller gegeben.

fg-airspeed Das Flugzeug wird nun nur lenkbar, wenn man NumLock ausschaltet. Am besten schaltet man mit h noch das übersichtliche HUD dazu, damit man sehen kann, was man verändert, wenn man per Tastatur spielt und im Cockpit sitzt. Um erst einmal gerade abzuheben, stellt man mit 0 und Enter auf dem Nummernblock das Ruder ein. Sobald genügend Geschwindigkeit gegeben ist, etwa 65 Knoten, (die sieht man auf dem Airspeed-o-meter, siehe Bild rechts), kann man ein-, zweimal auf die 2 auf dem Nummernblock tippen. Das Flugzeug hebt ab!

Nun sollte das Ruder auf jeden Fall wieder gerade gestellt werden und etwaige Flugungenauigkeiten durch den Ziffernblock ausgeglichen: 2 zieht das Flugzeug nach oben, 8 drückt es herunter. 4 lenkt nach links, 6 nach rechts. Und nun galt es erst einmal, in der Luft zu bleiben – und sich ein wenig umzusehen. 5 zentriert übrigens alles wieder.

Eine komplette Übersicht aller verfügbaren Tastenkombinationen findet sich übringens in der englischsprachigen Originalanleitung zu Flightgear.

Vielfältig

Doch nur San Francisco wollte mir nicht reichen. Schließlich lässt sich die komplette Welt herunterladen und erfliegen. Mich hat die Region Norddeutschland interessiert und genau die habe ich mir auf der Scenery-Seite von FlightGear heruntergeladen. In meinem Falle waren das die Teile für Deutschland, vier an der Zahl. Hoffentlich habt ihr FlightGear nun nicht nach C:\Programme installiert. Es kann sonst sein, das Windows gleich meckert, man habe kein Schreibrecht in das Verzeichnis. Falls dem so ist, am Besten FlightGear noch einmal deinstallieren und nach C:\FlightGear installieren. Dann muss das Programm Install / Uninstall Scenery aus dem Startmenü gestartet werden. Der Pfad links muss hier einfach auf das Verzeichnis eingestellt werden, in dem die Dateien liegen. Und mit einem Klick auf Install selected files lassen sich die Daten nun ganz einfach übertragen.

Bei einem Neustart von FlightGear muss nun in der Flughafenübersicht auf Neu laden geklickt werden, um die neuen Flughäfen mit aufzunehmen. Hier empfiehlt es sich nun beispielsweise, Frankfurt (EDDF) als Abflughafen zu nehmen. Oder der Flughafen euer Wahl.

Neue Flugzeuge auszuprobieren würde ich noch nicht raten, da manche extrem instabil sind und FlightGear zum Absturz bringen und sich jedes Flugzeug natürlich anders steuert. Die Cessna sollte auch erst einmal das Flugzeug meiner Wahl bleiben, auch wenn ich schon ab und zu zur Citation-X gewechselt bin.

Atemlos

Aber irgendwie ist es gar nicht befriedigend, sein Flugzeug mit einer Tastatur zu steuern. Abhilfe musste her und ich grub mein Joypad aus. Wie ich mein Saitek Rumble P3200 dazu überreden konnte, mir FlightGear zu steuern, das erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Und was genau man für die Cessna wissen muss, ergründe ich auch noch. Ein paar Tipps zu FlightGear allgemein werde ich dann auch noch los – unter anderem, wie man von einem Flugzeugträger starten kann.

Viel Spaß in der Luft!

Das im Bild eingebaute FlightGear-Logo wurde von Wes Summers erstellt und ist hier verfügbar.

Linux Multimedia Studio Tutorial

lmms logo
Bild von LMMS Project

Nachdem ich Ubuntu Studio und all seine Software entdeckt habe, habe ich mir LMMS (Linux Multimedia Studio) 0.4.4 mal genauer angesehen. In diesem Blogeintrag zeig’ ich mal, wie man einfache elektronische Musik mit dem Programm machen kann. Achtung: Ich übernehme keinerlei Verantwortung für Schäden am Computer oder am Soundequipment. Das Tutorial wurde nach bestem Wissen erstellt.

Orientierungsarbeit

LMMS sollte in den Ubuntu Repositories vorhanden sein. Bei Ubuntu Studio ist es gleich dabei, wenngleich auch nicht in der neuesten Version. Falls du dich damit auskennst, solltest du die neueste Version herunterladen und neu kompilieren.

Blickfest

Die Oberfläche macht einen sehr aufgeräumten Eindruck. Wenn man LMMS startet, wird als erstes immer ein leerer Song angezeigt. Auf der linken Seite findet sich eine Menüleiste mit neuen Instrumenten, Samples und Zugriff auf die Festplatte. Das hat einen Vorteil: Man hat alles in einer Hand. In der Menüleiste oben befinden sich die üblichen Elemente plus ein paar Buttons, um die Editierfenster ein- und auszublenden. Und dann gibt es noch den eigentlichen Arbeitsbereich. Hier findet sich der Song Editor, das Beat+ Bassline – Fenster und der FX Mixer.

Lautlos

Um zu checken, ob überhaupt Sound erzeugt werden kann, klickst du zuerst im Song-Editor auf den Button Default preset. Es öffnet sich ein Fenster mit dem Triple Oscillator. Klicke nun mit der Maus unten auf das Keyboard oder nutze deine Tastatur, um einen Ton zu erzeugen. Falls nix zu hören ist, einfach in den Optionen (Edit – Settings – Audio Settings – Audio Interface) auf Alsa umstellen – oder auf einen anderen Eintrag. Und dann erneut probieren. Der Sound sollte dann funktionieren.

Strukturiert

Ok, nun wollen wir mal einen Mini-Song erstellen. Für die, die dieses Tutorial nicht durchspielen möchten, sondern nur lesen, habe ich die Tutorial-Datei hier hochgeladen. Um mal zu hören, was am Ende rauskommt, habe ich das Ergebnis mal aufgenommen:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Schließe das Triple Oscillator – Fenster.

Wir wollen nun die beiden Tracks Automation Track und Sample Track entfernen, diese sind kein Teil dieses Tutorials. Klicke dazu einfach auf das Werkzeugsymbol links neben dem Instrument. Dort gibt es den Befehl Remove this Track.

Nun klicke im Song-Editor einmal auf das graue Rechteck ganz links in der Zeile vom Triple Oscillator. Eine schwarze Box erscheint. Das wird unser Notenblock. Falls du sie an die falsche Stelle gesetzt hast, kannst du sie per Drag and Drop an die richtige Stelle ziehen. Oder per mittlerer Maustaste löschen. Nun: Doppelklick auf die schwarze Box.

Der Piano Roll-Editor öffnet sich. Nun füge per Linksklick ein paar Noten hinzu. Per Rechtsklick kannst du sie wieder löschen. Wenn du eine Note anklickst, kannst du sie hin und her schieben. Und um sie kürzer oder länger spielen zu lassen, kannst du sie an der rechten Seite größer oder kleiner ziehen. Die nächste Note, die du eingibst, wird immer so groß wie die letzte, die du eingegeben hast: Oben rechts im Fenster ist Last Note selektiert. Schau ruhig mal durch die Einstellungen der Kopfzeile.

Wenn du viele Noten eingibst, kannst du im Song-Editor – Fenster sehen, wie der schwarze Block größer wird. Beim Löschen der Noten dementsprechend kleiner. Ok, ausprobieren: Einfach mal in dem Piano Roll – Fenster auf Play klicken. Mein simpler Aufbau sieht so aus:

lmms-tut-1-bass
Simpler Bass-Aufbau.

Das Problem ist nur, dass bei den kurzen Noten ein Knacken zu hören ist. Aber das lässt sich einfach ändern: Einfach den Tripe Oscillator per Klick auf den Button Default preset noch einmal öffnen, dann Env/LFO auswählen und auf den Shape mit der Überschrift Envelope klicken. Der Shape wird nun grün und das Knacken ist weg.

Den Rest des Eintrages lesen »

dosbox 3dfx Games mit OpenGL auf Linux

– You’ve ever wondered how to get good ol’ 3dfx games working in dosbox on your Linux machine? Find the english tutorial after this paragraph! –

Ha! Und es ist doch möglich! Nach ein paar Tagen forschen funktionieren nun alte 3dfx-Games auf meiner eee 900 Kiste mit eeebuntu Standard 2.0. Wie genau ist das möglich? Ich werd’ versuchen, es möglichst genau zu erklären. Im Folgenden findet ihr eine Anleitung, um 3dfx-Games in dosbox unter Linux zocken zu können!

English

– Here you are for the english version –

This entry is made for beginners and everyone else

To play those old gems like Tomb Raider or Descent 2 in 3dfx you need a modified version of dosbox. Modifying dosbox is not too hard and I try to be as clearly as possible.

First of all, I take no responsibility for the health of your system. Use this tutorial at your own risk! You have been warned.

You have to be sudo/root for parts of this tutorial. And also, of course, you need an acclerated graphics card. To make sure that you’re system is ready to roll check with the command glxinfo | grep rendering. If it says direct rendering: Yes then you’re off to go! If it says No, please find out first how to install accleration on your system.

If you ever run into trouble because a command is not to be found, just check if you can get it by apt-get. E.g. sudo apt-get install patch

Oh, and it looks longer than it actually takes!

  1. Get build tools
    sudo apt-get install libsdl1.2-dev libsdl-sound1.2-dev libsdl-net1.2-dev libpcap-dev build-essential cvs
  2. Get current OpenGLide version
    cvs -d:pserver:anonymous@openglide.cvs.sourceforge.net:/cvsroot/openglide login

    (When asked for a password, just press Enter)

    cvs -z3 -d:pserver:anonymous@openglide.cvs.sourceforge.net:/cvsroot/openglide co -P openglide

    sudo apt-get install autoconf libtool

    cd openglide

    ./bootstrap

    ./configure
    make
    sudo make install

    If you have a problem with make (an error in gbanner.cpp) open the file, search for include <glide.h> and replace it with include <sdk2_glide.h>. Now enter make clean and then make.

  3. Get dosbox version
    Since the patch is available for the 0.73 version, you just have to download the dosbox source file for that version. Here is the link:

    http://sourceforge.net/project/downloading.php?group_id=52551&filename=dosbox-0.73.tar.gz&a=58875563

  4. Get patch out of forum
    Go to the Vogon forums and download both files. Put the patch one folder higher than the dosbox folder. Make sure your dosbox folder is called dosbox.

  5. Apply patch
    cat dosbox_glide.diff | patch -p0

    This should run through without any problems. If not, make sure you have the right cvs version (from the exactly date) and you are one folder level higher than the dosbox folder.

  6. Compile dosbox
    Change into the dosbox folder.

    ./autogen.sh

    ./configure CPPFLAGS=”-I /usr/local/include/openglide/”

    make

    sudo make install

    Now you have a glide enabled dosbox version on your Linux machine, installed and ready to use! But before we really start off, there are a few settings which have to be checked first.

  7. Start dosbox
    It is important that you use the OpenGLide library libglide2x.so and not the one provided from the system. To do that, you have to execute the following line first before starting dosbox.

    export LD_LIBRARY_PATH=/usr/local/lib

    dosbox

    It is also possible to put both commands into one line if you would like to make a start menu entry.

    LD_LIBRARY_PATH=/usr/local/lib dosbox

    You have to use this every time, otherwise the OpenGLide libraries cannot be found.

  8. Write configure file
    In dosbox, use the command

    CONFIG -WRITECONFIG dosbox.conf

    to write the config file. There is now a dosbox.conf in your current folder. Only if you start dosbox out of this folder you get the configuration. If you want to have this configuration enabled always, copy the file to ~/.dosboxrc

  9. Check Glide is enabled
    Exit dosbox and check in dosbox.conf if in the section [glide] it says glide=true

  10. Install glide2x.ovl
    Now you have to extract the glide2x.ovl file into the game folder and into the folder where you will start dosbox. Make sure (!) that you rename the file to lowercase with rn Glide2x.ovl glide2x.ovl, otherwise the wrapper cannot find the file!

  11. Start dosbox again
    Start dosbox again (don’t forget the LD_LIBRARY_PATH command if you are in a new shell)

  12. Start the game!
    Change into your favorite game folder, make sure you are starting the 3dfx version and enjoy!

FAQ

1 Q It says “Can’t find or access Banshee/V3 board”
1 A Your system supports Voodoo cards natively. This means that you have a libglide2x.so in your /usr/lib folder. Make sure you do export LD_LIBRARY_PATH=/usr/local/lib before running dosbox so dosbox knows where to look.

2 Q The patching of dosbox doesn’t work – some hooks or so
2 A Make sure you check out the version with the date provided – copy the command is the easiest choice.

And that’s all for now! I hope you enjoy playing those classics and using dosbox as an alternative to Glidos. Anyway, dosbox patched seemed to be the only way to run 3dfx DOS games on Linux. And it may be the only way, but at least there is a way! Oh, for more support to dosbox do not hesitate to go to the Vogons forums.

Updated:

20.06.2009 – Changed to dosbox 0.73