Einmal im Jahr gibt es im Mexico den Tag der Toten, der 31. Oktober. Gefeiert wird auch am Wochenende davor. Viele, viele Familien bereiten dazu ein Bett mit Überbleibseln der Verstorbenen.

So zum Beispiel ein paar Zigaretten, viel zu Essen und Trinken. Die gelben Blumen sollen die Toten zurück locken, wenn ich das richtig verstanden habe. Und nach der langen, anstrengen Reise sollen die Verblichenen schließlich etwas zur Stärkung vorfinden.

Besuchszeit

Das gleiche gilt für die Besucher. Jeder (!) ist eingeladen, bei der Familie vorbeizukommen, so arm sie auch sein mögen. Man kann sich dann als kleine Nettigkeit etwas zu Essen und zu Trinken mitnehmen.

Eingangs gibt man eine Kerze an die Familie. Was genau die Kerze bedeutet, habe ich nicht erfragt. Viele verschiedene Familien in einer Straße laden ein, ihr Heim zu besuchen. Mal ist es die Oma, mal der junge Sohn, der im Krieg fiel.

Ich war sprachlos. Die Familie nimmt viel Arbeit auf sich, um an den Menschen zu erinnern.

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Ein kunstvoll verziertes Bett eines Verstorbenen

Feiertag

Am nächsten Tag bin ich dann auf einen Friedhof in Cuernavaca gegangen. Was für ein seltsames Bild. Kinder spielen, Familien essen auf den Grabsteinen ihrer toten Angehörigen und alles ist voller Menschen. Überall die gelben Blumen und das Brot der Toten.

Süßes Gebäck, welches obenauf Gebäck in Form eines Knochens hat. Klingt schlimmer, als es ist. Mir wurde erzählt, dass auch die Mexikaner schwarz bei einer Beerdigung tragen. Doch diese Tage stellen alles auf den Kopf. Unglaublich beeindruckend!

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Der Friedhof von Cuernavaca, aufwendig verziert


Bilder von Personen wurden von mir unkenntlich gemacht.

1 Comment Der Tag der Toten in Mexiko

  1. Pingback: Nun bin ich in Mexiko | Tobias Maasland

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