So schön der Pazifik hier auch ist, eine Schattenseite gibt es, dir mir nicht aus dem Kopf geht:

Ein gigantischer Strudel aus Plastikmüll, die sogenannte Plastic-Vortex.

Im Meer gibt es verschiedenste Strömungen. Zum Beispiel im Pazifik, genauer gesagt vor der amerikanischen Küste. Dort fließt das Wasser generell nach Süden. Weiter westlich fließt es nach Norden. Dazwischen entstehen Strudel. Es gibt viele solcher Strudel, einige sind signifikant groß. Und nun ist es so, dass Plastik auf der ganzen Welt irgendwie seinen Weg ins Meer findet. Der Müll ist sehr langlebig. 100 Jahre bis zum Zerfall für die allseits bekannte Plastiktüte sind keine Seltenheit. Andere Arten von Plastik halten meist noch länger.

Sammelstelle

Somit ist es also nicht verwunderlich, dass es diesen riesigen Plastikmüllstrudel gibt. Greenpeace geht von einer Größe wie Texas aus, diese Seite sogar von der doppelten Größe von Texas. Kleine Anmerkung am Rande: Texas ist gut doppelt so groß wie Deutschland.

Fakt ist, dass das Plastik durch Sonne und Meeresbewegungen langsam zerbröselt wird, bevor es weltweit als feiner Sand am Strand angeschwemmt wird. Alle Strände der Welt haben Plastik in sich! Doch bevor das Plastik diese Größe erreicht, schwimmt es in der Plastikinsel vor sich hin – in bis zu 10 Meter Tiefe. Doch bei weitem nicht alles schwimmt an der Oberfläche – 70 Prozent des Plastiks sinken zu Boden und verschmutzen den Meeresboden.

Diese Kleinstpartikel werden von Tieren aller Art gegessen. Schildkröten zum Beispiel halten Plastiktüten für Quallen und essen sie. Die Mägen dehnen sich aus und die Tiere sterben. Ein weiterer Fakt ist, dass viele Kleinstlebewesen den Müll als Schiff nutzen und in entlegende Gegenden fahren. Klar, das passierte früher mit Holz auch schon. Nur ist Plastik langlebiger und schwimmt langsamer, so diese Seite.

Ein kleiner (englischer) Beitrag zum Thema auf Youtube:

Ungesehen

Außerdem habe ich Kritik zu diesem Thema gelesen: Jemand bemerkte, wenn das alles so schlimm sei, warum gebe es dann keine Fotos von dem Strudel? Meine persönliche Antwort darauf lautet: Das möchte niemand hören. Laut Spiegel hat der Forscher Richard Thompson Plastikpartikel am Strand nachgewiesen.

Für mich ein Unding, beim Essen von Fisch die Vorstellung zu haben, dass ich die Plastiktüte von vor 5 Jahren womöglich mit meinem Fischbrötchen esse. Aber es scheint wohl die Realität zu sein.

Doch es geht auch anders: In Burkina Faso, die Hälfte aller Einwohner lebt unter der Armutsgrenze, gibt es eine Plastikverwertungsanlage. Zwei Vorteile: Es gibt Arbeit und der Müll wird wiederverwertet.
Auch dazu ein kleiner Beitrag, dieser auf Deutsch:

Mengenfrage

Das alles scheint ein Problem zu sein, mit dem sich die westliche Welt nicht gerne auseinander zu setzen vermag. Sicherlich, in Deutschland gibt es Recycling. Aber ist mit unserem lokalen Recyclingsystem wirklich unsere ganze Pflicht erfüllt? In Kanada, zum Beispiel, ist Recycling noch immer nicht sehr populär. Von Mexico ganz zu schweigen, die Leute sind hier froh, wenn es billig ist. Aber, ohne pathetisch klingen zu wollen, jeder kann ein klein bisschen helfen. Wenn jeder ein bisschen hilft, wird der Müll sicher weniger.

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