Ein Leserbrief an die Computerspielezeitschrift GEE. GEE präsentiert plattformübergreifende Informationen mit ziemlich interessanten Artikeln über Spiele oder Dinge im Bezug zu Spielen.


Hallo liebe GEE,

schon lange wollte ich euch folgende Zeilen schreiben.

Es ist ja wirklich ganz toll, dass die Spiele heutzutage superklare Grafiken haben. Die Texturen werden immer hochauflösender, die Sounds immer klarer und die Musik immer bombastischer.

Eigentlich habe ich gegen diese Entwicklung nichts einzuwenden, da Spiele durch höhere Qualität sicher auch mitreißender werden.

Eigentlich.

Doch um ehrlich zu sein, lassen die Spiele heutzutage nicht mehr viel Platz für Fantasie. Als die Gegner noch völlig verpixelt waren und nur aus 2D-Animationen bestanden, hatte doch jeder Spieler die Möglichkeit, den Gegner mit Hilfe seiner eigenen Vorstellungskraft zu einer wirklich bösen Bestie werden zu lassen. Mit der verpixelten Gegnergrafik als Vorgabe. Heutzutage dagegen sind die Modelle sehr detailliert. Kein Platz mehr für persönliche visuelle Additionen, welche früher eine persönliche Bindung zu einem Game herstellten. Ein wenig wie ein Buch: Die Bücher sind alle gleich, und trotzdem ist keine der Gedankenwelten der Leser identisch.

Ich finde, dass viele Spiele, insbesondere Shooter, zwar Atmosphäre durch mehr Details erhalten. Aber gleichzeitig haben wir es mit einer glatten Oberfläche zu tun, die uns präsentiert wird. Unsere Vorstellungskraft gleitet daran herab und bleibt nicht hängen. Viele ältere Spiele, zu denen Gamer eine Beziehung haben, ließen Freiraum, sich Teile der Spielwelt selber vorzustellen. Nur heutzutage leider nicht mehr.

Für mehr verpixelte Gegner,

Tobias

1 Comment In Sachen Gegner

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