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Oha. Nun wurde der Titel nicht einmal übersetzt, sondern nur das Wort Illuminati davor geschrieben. Na dann.

Da ich auch nie betrunken zu Partys gehe oder krank zu Arzt, habe ich mir diesen Film angeschaut, ohne Sakrileg vorher gesehen zu haben. Und die Bücher hab ich auch schon vergessen. Bücher? Wobei die Romanvorlage von Dan Brown zu Illuminati wirklich, wirklich spannend ist.


Ruckelfahrt

Wenn man Filme macht, dann achtet man meist nicht nur darauf, einen Storyarc aufzubauen. Ebenso wird auf die Geschwindigkeit geachtet. Dan Brown hat das in seinen Büchern ebenso gut hinbekommen. Wenn man auf die ersten Seiten zurückblättert, klingt der Anfang völlig lahm – und doch fesseln die Bücher, wie ich finde.

Der Film war nun nicht so fesselnd. Eher weckte er bis zum ersten Ende Fluchtinstinkte. Erstes Ende? Völlig richtig, die Geschichte findet in der Mitte des Filmes ihr jähes Ende und der Film rollt trotzdem weiter. Na macht ja nix, das zweite Ende ist nähmlich zumindest besser als das erste. Der Mittelteil selber ist auch nicht sehr stark. Man wird auf eine wilde Kameraverfolgungsjagd mitgenommen und Tom Hanks wirft mit geschichtlichen Anekdoten nur so um sich. Leider ist der Film hier teilweise so schnell, dass selbst Anneliese Italienischgeschichtsstudentin gerne mal den Überblick verliert. Und Tom Hanks selber lässt die Figur auch nicht gerade aufleben.

Mr Hanks sieht Engel in alle möglichen Richtungen zeigen, und dass sieht wirklich erstaunlicherweise nur er in einem mit Carabinieri und Feuerwehrleuten gefüllten Raum. Und sein Gegenspieler, der später sein Verbündeter wird, scheint auch nur in seinem Sessel zu sitzen und Domino zu spielen. Der Zwerg mit dem eingezogenen Kopf, welcher ganz mies tief in diesem Komplott drin sitzt, ist auch eher ein Weichspülirrer. Einzig der Polizist der Schweizer Garde, der zwischenzeitlich ein wenig Schwietzerdütsch einwirft, scheint seiner Rolle gerecht zu werden.

Astronomisch

Die Antimaterie in der Atmosphäre unterstreicht: Es muss heutzutage halt Schusspengbumm machen. Kann man nix machen. Und auch wenn die Explosion schön aussieht wie der Pferdekopfnebel und auch wenn die Wucht (oh Wunder) keine Menschenseele auf dem völlig vollgepfropten Petersplatz verletzt, ja, dann muss ein Computer am Werk gewesen sein.

Der Film kommt rüber wie ein Besuch im Autoscooter – man kommt auf Touren, hat einen Einschlag und legt von vorn los. Und das nicht nur der zwei Enden wegen.

Letztendlich lässt sich sagen, dass Daniel vom Shredderblog das ganze gut beschrieben hat: So wirklich wichtig wird keine der Personen. Auch die Fünf Filmfreunde haben nur zwei Sterne zu vergeben.

Florian Freistetter von Scienceblogs hat sich mal Gedanken gemacht und geht etwas mehr auf die Diskussion zwischen Religion und Wissenschaft ein. (Und hey, Tom Hanks‘ Stimme im Original brummelt so vor sich hin – aber man kann ihn verstehen)

Und Basti von Juicedblogs hätte sein Geld gerne gespart. Zu spät.

IMDB: 7.0
Rottentomatoes: 38%
Meine Meinung: 47% (erster Teil bis zum Bumm!) 69% (bis zum bitteren Ende)

2 Comments Angels and Demons (Illuminati: Angels and Demons) Kritik Review

  1. EwGenie

    Ich fand den Film Klasse. Insbesondere die Annäherung der Wissenschaft und der Kirche. Das war denke ich die Botschaft. Es war Klasse, wie der Hankyboy sich davon distanziert hat und der Opi ihn dennoch überzeugen wollte. 😉

    Starkes Ding wie ich finde und ist eben ein Klassiker, denn ich ebenso besuchen werde, wie Matrix Teil 4 wenn er kommen würde.

    just my 5 cent

    Reply
    1. Tobias

      Hey EwGenie,

      es stimmt, die Auseinandersetzung zwischen Armin Müller-Stahl und Tom Hanks kommt immer wieder vor im Film. Persönlich fand ich die Darstellung etwas zu dick aufgetragen. Einzig der Schlußdialog kam gut rüber.

      Vielleicht sollte ich mir aber auch Sakrileg mal anschauen, um die beiden Filme gegeneinander halten zu können…

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