Nate Harrison hat 2004 eine Erzählung aufgenommen, die einen der meistgenutzten Samples in der jungen Musikgeschichte beleuchtet und seine Nutzung erklärt. Das Sample wurde von der B-Seite einer Band im Jahre 1969 aufgenommen und hatte großen Einfluss auf HipHop, Jungle und andere Medien. Es wurde immer und immer wieder verwendet und wurde sicherlich von jedem von uns mindestens einmal irgendwo gehört.

Harrison kommt in dem interessanten Beitrag zur Musikgeschichte zu dem Schluss, das Copyright nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach sein sollte.

Verfügbar in Englisch.

2 Comments Das bekannteste Stückchen Musik

  1. Pete

    Gerade die Elektronische Musik sollte als leuchtendes Beispiel vorangehen, wenn es um die Anpassung des veralteten Urheberrechts an die heutige Netzkultur geht; Sie ist das beste und offensichtlichste Beispiel, wie aus fremden Werken neue und eigenständige Kreativprodukte entstehen können, ohne sich schamlos am Original zu bedienen. Das ist mit Texten und anderer Musik prinzipiell nicht anders. Die Frage ist nur, wie transparent die Fremdinspiration untergebracht ist.

    Ein Extrembeispiel derzeit ist der ach so geniale Produzent Timbaland. Er selbst nutzt wirklich tonnenweise fremder Samples, teilweise ohne den Urhebern auch nur durch Nennung des Namens Tribut zu zollen (geschweige denn finanziell), aber er selbst hetzt seine Anwälte auf irgendwelche Kiddies, die sich mit der Webcam zu seiner Musik tanzend aufgenommen haben.

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    1. Tobias

      Ich finde, dass es nicht unbedingt transparent sein muss, wenn es um Lizensierung geht. Solange die Lizenz problemlos funktioniert, soll ein Musiker sie ruhig nutzen.

      Seltsam wird das nur in zwei Fällen: Jemand sampelt ohne Genehmigung und somit ohne Rechtmäßigkeit – oder jemand hört eine ähnliche Melodie wie in seinem (nicht so erfolgreichen) Song und zieht vor den Kadi, um den Interpreten ein wenig zu melken.

      Schön wäre es allerdings, da stimme ich dir zu, wenn Credits und Kudos rausgingen würden an all die Gruppen, Writer und Interpreten, die man lizensiert. Letztendlich geht es auch um geistiges Eigentum, welches jemand anders erfunden hat. Das ist eine Erwähnung wert.

      Was du über Timbaland schreibst, klingt wirklich nicht toll – leider kann ich dazu nichts sagen, da ich mich mit der Situation nicht auskenne.

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