Henry Selick, Regisseur von The Nightmare Before Christmas, hat auch hier Regie geführt. Mehr als vielversprechend. Und stimmt, mein Review kommt etwas verspätet. Aber was solls – gute Filme sollte man nicht verheimlichen!


Was passiert?

Nachdem Coraline mitsamt ihrer Eltern in ein Haus einzieht, entdeckt sie eine Tür, die übertapeziert wurde. Ein geheimer Raum? Mäuse mit Knöpfen als Augen führen sie in diese Welt, welche so gar nichts mit der realen zu tun hat, in der ihre Eltern sie vernachlässigen – aber irgendwie doch eine ganze Menge.

Wie siehts aus?

Coraline wurde mit Stop-Motion – Technik gedreht. Um verschiedene Gesichtsausdrücke erstellen zu können, wurde der Kopf in zwei Teile unterteilt, die austauschbar sind. Die Trennlinie wurde am Computer entfernt. Ansonsten wurde alles per Godzilla-Technik gemacht.

Und es sieht unfassbar gut aus! Nebel zieht sich durch die Szenen, Blumenmeere erblühen und ganze Welten erstarren und fallen regelrecht auseinander. Ein wenig von Die unendliche Geschichte oder auch Zelda – Twilight Princess hat die Szenerie ebenso. Dazu kommt, dass durch das Verwenden von Stop-Motion – Technik die Bilder nicht ganz perfekt aussehen – und das macht das ganze sehr charmant.

Schade, leider habe ich nicht die 3D-Version gesehen. Ich denke, die wird noch einiges zu dem Flair hinzufügen – wir reden schließlich nicht über computergenerierte Inhalte, sondern über reale Sets, aufgenommen mit Stop-Motion – Technologie.

Wie wirds erzählt?

An der Geschichte gibt es nicht viel zu rütteln – außer, dass sie sehr fantasievoll vorgetragen wurde. Coraline ist ein lebhaftes Kind und das nimmt man ebenso wahr, die Charaktere sind sehr konturiert vorgetragen. Wobei man gerade bei diesem Film auch die Musik nicht vergessen darf. Niemals schauerlich, aber auch nicht zuckersüß. Neugierig und fragend, eher.

Ich wusste nicht recht, was ich mir vorstellen sollte – habe ich doch bis jetzt nur Kurzfilme wie dertypmitdemhundderzummondfliegtunddiamantenrettet kennen gelernt. Jedoch hat Coraline mich teilweise alleine durch die detallierten, bildhübschen Szenenbilder staunen lassen. Dazu noch die Animation, die so gut ist, dass man sie nach einiger Zeit vergisst – wow. Definitiv anschauen. Wer hinter die Szene schauen möchte, kann das hier tun.

(Check 31.05.2009)
IMDB: 8.1
Rottentomatoes: 88%

Meine Meinung: 93%

2 Comments Coraline Review Kritik

  1. Tobias

    Gut ist der Film auf alle Fälle, aber 93% wären mir doch ein wenig hoch gegriffen. Optisch ist er fast mehr wert, aber es fehlt etwas an bleibender Magie und Spannung.

    Reply
    1. Tobias

      Den Film für sich allein gehalten, da finde ich schon, dass er eindeutig eine über-90-Wertung verdient hat: Das Bild, wie du selber schon sagst, ist wirklich klasse. Die Charaktere und die Ideenhaftigkeit im Film selber ist auch irre. Allein diese Hunde als Zuschauer…

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