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Jetzt ganz doll neu!

My route in english

Hey english-speaking dudes,

for all of you I’ll write from now on from time to time some entries in english. Yeah, describing my route and some special things.

First of all, my trip began in Toronto. I stayed there a few days and got used to the way of backpacker’s travelling. I was on the very high CN Tower on a sunny day, check my pictures for that and other nice pics. My pictures hide behind the link Meine Bilder on the right side.

After Toronto I went to Ottawa, Montreal and Quebec. I’ve to admit that Montreal is now the #1 city on my fictuous internal famous city list. All of those cities were really European. And really french. They even have some kind of language police over there which controlles if the sings in the streets are really french. Boh.

Got back to Toronto and drove over to New York for a few days. Which is now on place 2 on my cities list. After that, which was a lot of travelling, I went again back to Toronto. I chilled a little and made my way to Winnipeg. After a 31-hour drive I arrived over there. Yep, and at the moment I’m here. I’ll make my way further to the west and will eventually end up in Vancouver.

But more to come then!

Gefängnis, die 2te

Es gibt hier in Ottawa die eine oder andere paranormale Tour, zum Beispiel über die (vermeintlichen) Geister in der Stadt.

Und so gibt es auch eine durch das Jail – Hostel.

Als es 1863 eröffnet wurde, galt es als Musteranstalt. 1973 hingegen wurde es mit dem Grund geschlossen, das in diesem Hostel menschenunwürdige Bedingungen herrschten. Was führte hierzu?

Am Anfang wurde, und das ist wirklich hart, jeder mit jedem zusammengesteckt. So wurden Minderjährige mit Schwerstverbrechern (die max. 2 Jahre hatten, aber immerhin!) und Frauen hie und dort kombiniert. Obendrauf gab es noch keine Anstalten für Geistesgestörte, wohin mit denen denn? Richtig, ins Gefängnis.

Im Gefängnis selber gab es für die ganz schlimmen Kerle Zellen, die bald den Namen “Loch” hatten. Vielleicht 1 1/2 Quadratmeter. Der Gefangene wurde ausgezogen, die mental gestörten (oder auch: suizidgefährdeten) wurden so festgekettet, das sie auf dem kalten Boden fixiert waren und dann ging die Tür zu. Kein Licht, kein Geräusch und eine Mahlzeit am Tag, für die der Gefangene 15 Minuten Zeit hatte.

Doch es gab ja noch weitere Zellen. Die sind interessanterweise so gebaut, das man, auch wenn man ganz links steht, es hört, wenn jemand in der Zelle ganz rechts flüstert. Und reden durften die Gefangenen schließlich nicht. Diese Zellen waren etwa 90cm, vielleicht nen Meter beit.

Die Flüsterzellen Nicht viel Platz

Für die etwas besseren, das heißt entweder arbeiteten sie oder hatten nicht so harte Strafen, gab es größere Zellen. Doch das Gefängnis war gut besucht, und bald waren dort auch drei Gefangene untergebracht. Als das Gefängnis eröffnet wurde, gab es noch Holzbettgestelle. Nach einiger Zeit fanden sich dort Würmer, und so mussten die Gefangenen auf dem Boden schlafen. Erst mal nicht so schlimm, nur: Es wurde drei Mal am Tag durchgewischt und am Anfang hatten die Fenster noch kein Glas. Im Sommer also Viecher ohne Ende, im Winter schneite es bis in die Zelle.

Doch wer dadurch nicht hingerafft wurde, starb vielleicht an mangelnder Hygiene. Viele Gefangene duschten, ja wuschen sich manchmal wochenlang nicht. Anders als bei dem Frauentrakt, der später eröffnet wurde. Dort wurde heißes Wasser hochgeschafft, einmal. Die erste Frau verbrannte sich, die letzte badete im Schmodder der anderen. Viele Menschen starben.

Und dann gibt es hier noch die sogenannte “Death Row”, in der sich alle zum Tode verurteilten aufhielten. Insgesamt vier Zellen. Es gab drei Hinrichtungen. Diese Hinrichtungen waren teilweise öffentlich, so kamen zu einer über 5000 Menschen, um den Mann hängen zu sehen. Er starb nicht durch Genickbruch, sondern er erstickte.

Der Strick

Man sagt, sein Geist spuke noch immer durch dieses Gemäuer. Manchmal bekämen Besucher plötzlich Nasenbluten.

Ich habe diese Nacht nicht so gut geschlafen.

Willkommen im Knast!

Nun bin ich im Knast. Tja, dumm gelaufen.

Ein Blick auf meine Zellentuer

Wie kam’s?

Also, ich hab einen Platz zum schlafen gebraucht. Und die ersten Tage war ich per CouchSurfing unterwegs, dann in einem kleinen Hostel. Und nun im Knast. In einer Zelle. Stockwerk 6, Zelle 3.

Aber so schlimm ist das alles gar nicht. Mein Knast ist naemlich ein Hostel. Das HI Jail Hostel in Ottawa. Und ich mach hier halt nur Bubu. In nem alten Knast. Beklemmend, irgendwie.

Mahlzeit!

Hab heute ein typisch Ostkanadisches Gericht gegessen: Poutine. Pommes mit Käsebrocken darauf, und darüber wird heiße Bratensoße gegossen. Laut Wikipedia sogar bei den Fastfoodketten erhältlich. Deftig, das. Und sieht auch etwas merkwürdig aus. Aber auch ganz lecker. Und was ich schade finde, ist, dass es hier zwar Nutella, aber keine Brötchen oder gar Fischbrötchen gibt. Dabei ist hier doch ein Fluss! Und wo ein Fluss ist, da sind doch auch Fischbrötchen!

Ah, was mich noch immer vollkommen verrückt macht, sind Steuern und Tipping. Steuern werden immer erst beim Kauf aufgeschlagen (das Geld war abgezählt – verdammt!) und Tipping ist generell erst mal 15%, wenn man zufrieden ist, mehr. Puh! Und ich wette, wenn ich mich daran gewöhnt habe, reise ich ab.

C’est ça!

Also, bin ich jetzt in Ottawa angekommen. Bisschen wie Bremen, auch mit Fluss und allem. Ich hab schon die eine oder andere Stunde im Park gesessen. Sicher gibt es hier auch Hochhäuser, nur gibt es auch viel Geschichte und viele Paraden hier, das ist wirklich etwas netter als Toronto. Sogar original britische Soldaten.

CIMG0374

Lustig irgendwie, da Ottawa direkt durch den Fluß Ottawa getrennt wird. Auf der einen Seite der englischsprachige Teil in der Provinz Ontario, auf der anderen der französischsprachige Teil in der Provinz Quebec. Die Straßennamen werden sofort französisch und, tja, es sieht ein wenig anders aus. Die meisten Bewohner hier sind bilingual. Getrennt durch den Fluß, zwei Provinzen und trotzdem eine Stadt. Lustig, irgendwie.