Terminator hat viel Spannung aus der Idee gewonnen, dass in einer unbekannten Zukunft Maschinen die Herrschaft übernommen haben. Wiederstandskämpfer um die Welt herum hören auf John Connor, welcher die Revoluzzer anführt. Dieser Film hat nun eben diese Zukunft als Setting und soll die Story aus der Zukunft heraus erzählen. Und ist eigentlich zeitlich noch vor Terminator 1 angesiedelt. Vertracktes Zeitreisen.


Was passiert?

Es ist 2018, die Welt wird beherrscht von Skynet und die meisten Menschen wurden terminiert. John Connor und seine Gesellen kämpfen unentwegt gegen alle möglichen Terminator-Modelle. Plötzlich ergibt sich die Chance, durch ein akustisches Signal die Modelle zu deaktivieren. Connor und ein Freund wider Willen nutzen die Chance, um die Skynet-Zentrale in San Francisco zu infiltrieren. Schließlich wurde Connors Vater, Kyle Reese, dort gefangen genommen. Und wenn er ihn nicht befreit und dann in der Zeit zurück sendet, wird er selber nie existieren und wirallewerdenverlieren.

Wie siehts aus?

Hui! Die Story mal beiseite genommen machen die Bilder so einiges her. Hier und da fühlt man sich, als ob man mit den Protagonisten im Kampfe unterwegs sei. Die Kamera ruht auf den Schauspielern und verrät nichts weiter. Keine Schnitte als Totale, keine Aufnahmen aus anderen Winkeln. Man hört Schreie und Maschinengewehrsalven. Diese Technik wird verdammt gut eingesetzt.

Dann die Stimmung selber – die Bilder sind in einem Grau gehalten, die Aufnahmen der Skynet-Zentrale in San Francisco in kräftigeren Farben und natürlich Feuer hier und rote Augen da. Spektakulär. Wer mal Call of Duty 4 gespielt hat, hat vielleicht eine Idee.

Die Kostüme sehen aus, als ob man sich in Mad Max und in alten Clint Eastwood-Schinken hat inspirieren lassen. Geschmackssache.

Wie wirds erzählt?

Eines vorweg: Das Ende machte ein wenig den Eindruck, als ob man dann doch nicht mehr so recht wusste, wie man die Geschichte nun zuende bringt. Sicherlich, ein paar Dinge wurden so aufgebaut für Terminator 5, aber das Ende bleibt stecken wie ein Kloß im Hals.

Ansonsten darf man nicht zu viel erwarten – Schußbummpeng, davon viel, ein wenig Herzschmerz, gepaart mit einem wirklich guten Christian Bale. Manche Szenen sind sehr packend aufgebaut und manche wiederum lahm.

Die Terminator-Modelle kommen nun in allen möglichen Ausführungen vor, vom Transformers-inspirierten hochhausgroßen Terminator zu Matrix-kopierten Wasser-Terminatoren. Motorradterminatoren sind auch zu finden – die ersten, die ohne Mühe komplett umkippen, um wieder aufstehen zu können. Interessante Technik.

Na, und John Connor wird ein wenig aufgebaut. Man versteht nicht so ganz, warum die ganzen Resistens-Zellen auf der Welt ihm zuhören und keinem anderen. Der Charakter seines Vaters wird ebenso aufgebaut. Tja, und eines der interessanteren Terminator-Modelle gibt sein Leben, obwohl er zu den stärkeren Charakteren gehörte. Zu ihm möchte ich gar nichts weiter schreiben, um nicht zu viel zu verraten. Klar, er wird ziemlich offensichtlich eingeführt und trägt den Film großartig mit – trotzdem gibt es hier und da eine überraschende Wendung.

Meine Erwartungen (und darum gehts um Fortsetzungen ja meist, nicht wahr) wurden erfüllt. Die Welt geht den Bach runter, wir sehen Helikopter in Sonnenuntergänge fliegen und ein wenig Fortsetzung zu der Idee von Skynet. Ich finde nicht, dass die Terminator-Idee damit an Wert verliert: Nein, die dargestellte Welt war klasse. Terminator 2 bleibt wohl mein Favorit, aber Terminator: Die Erlösung ist eine passende Umsetzung für heutzutage.

(Check 25.05.2009)
IMDB: 7.5
RottenTomatoes: 34%

Meine Meinung: 87%

Nachtrag: Die Fünf Filmfreunde haben sich des Filmes nun auch angenommen. Zwei von fünf möglichen Sternen lautet das Ergebnis.

2 Comments Terminator: Salvation Review (Terminator: Die Erlösung Kritik)

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