FlightGear, eine frei verfügbare Flugsimulation, hatte vor Jahren schon einmal mein Interesse geweckt, ich hatte mich mit dem Programm jedoch nie sonderlich auseinander gesetzt. Nun überkam mich wieder die Lust zu fliegen – nur hatte ich nicht geahnt, wie viele Fallstricke bis zum Abheben noch vor mir lagen. Aber dafür kann ich meine Erfahrungen ja nun an Interessierte weitergeben, die keine Lust haben, sich durch ellenlange Wiki-Einträge zu scrollen.


Kickstarter

Zuerst muss natürlich die Software her. Ich habe mich hier mit Windows-Systemen auseinander gesetzt, genauer gesagt mit Windows 7 64 Bit. Dazu ist die von mir verwendete FlightGear – Version die Version 2.6 gewesen. Das ist wichtig, da kein einziger Blog-Eintrag diese Information beinhaltet. Sollte irgendwann einmal eine neue Version erscheinen, erstelle ich vielleicht auch einen neuen Eintrag.

In einem Blog-Beitrag habe ich beschrieben, wie genau ich das Programm heruntergeladen und installiert habe.

Das habe ich auch gemacht. Denn erscheint der Flightgear Launcher (bei mir der Flightgear 64-bit Launcher) im Startmenü. Den ausgewählt geht es zur Auswahl eines Flugzeuges. Hier würde ich die Cessna 172 P Skyhawk empfehlen. Sie ist eine solide Wahl und sehr stabil (nicht das Flugzeug an sich, sondern der Programmcode dahinter).

Der Flughafen wird KSFO (San Francisco Intl) sein, da die Basis-Version von FlightGear nur diese Region beinhaltet. Dafür ist sie aber auch recht weit fortgeschritten. Die Karten und Gebäude werden von der Community in der Freizeit erstellt und sind somit hier mal herausragend, da aber wieder langweilig. Die Flughäfen sind auch in sehr unterschiedlichen Entwicklungsphasen, dazu gibt es im FlightGear-Wiki jedoch eine wirklich hervorragende Übersicht.

Doch zurück zu unserem ersten Flug. Das Flugzeug wurde gewählt, der Flughafen ebenso. Nun gibt es die Möglichkeit, ein paar Grundoptionen einzustellen. Das müsste alles passen, also gehts los mit dem Klick auf Starten.

Falsche Mischung

Da stand ich nun in meinem Glück. Das Programm hatte geladen und schien zu funktionieren. Gleichzeitig hat es mich auch ganz großartig mit seiner Funktionsvielfalt erschlagen. Bumms. Übrigens: Wem das Bedienen des Programmes mit Tastatur und Maus zu umständlich ist, der kann einen Blick in meine Konfigurations-Anleitung für Joysticks mit FlightGear werfen.

Wie guckt man sich hier denn um? Ah! Zweimal einen Rechtsklick mit der Maus machen. Ok. Gut. Da ich noch nie eine Cessna von innen gesehen hatte, war ich nun ungleich schlauer, konnte mich aber umschauen. Durch Probieren habe ich dann noch die Taste v entdeckt, mit der man auf die Außenansicht umschaltet. Um gleich wieder ins Cockpit zu kommen, drückt man nun einfach auf Umschalt+v. Dann entdeckte ich die Flugzeuginfos. Mit Umschalt+ß, also ?, erreicht man dieses Hilfemenü.

Und dann ging es erst richtig los. Um es kurz zu machen: Zuerst muss die Parkbremse mit Umschalt+b gesetzt werden. Dann kann man mit drücken auf s die Motoren starten. Bild hoch gibt nun mehr Leistung auf den Propeller, Bild runter nimmt wieder Leistung weg. Man kann sogar sehen, welche Knöpfe sich im Cockpit verändern, wenn man sich etwas umschaut. Also habe ich volle Leistung auf den Propeller gegeben.

fg-airspeed Das Flugzeug wird nun nur lenkbar, wenn man NumLock ausschaltet. Am besten schaltet man mit h noch das übersichtliche HUD dazu, damit man sehen kann, was man verändert, wenn man per Tastatur spielt und im Cockpit sitzt. Um erst einmal gerade abzuheben, stellt man mit 0 und Enter auf dem Nummernblock das Ruder ein. Sobald genügend Geschwindigkeit gegeben ist, etwa 65 Knoten, (die sieht man auf dem Airspeed-o-meter, siehe Bild rechts), kann man ein-, zweimal auf die 2 auf dem Nummernblock tippen. Das Flugzeug hebt ab!

Nun sollte das Ruder auf jeden Fall wieder gerade gestellt werden und etwaige Flugungenauigkeiten durch den Ziffernblock ausgeglichen: 2 zieht das Flugzeug nach oben, 8 drückt es herunter. 4 lenkt nach links, 6 nach rechts. Und nun galt es erst einmal, in der Luft zu bleiben – und sich ein wenig umzusehen. 5 zentriert übrigens alles wieder.

Eine komplette Übersicht aller verfügbaren Tastenkombinationen findet sich übringens in der englischsprachigen Originalanleitung zu Flightgear.

Vielfältig

Doch nur San Francisco wollte mir nicht reichen. Schließlich lässt sich die komplette Welt herunterladen und erfliegen. Mich hat die Region Norddeutschland interessiert und genau die habe ich mir auf der Scenery-Seite von FlightGear heruntergeladen. In meinem Falle waren das die Teile für Deutschland, vier an der Zahl. Hoffentlich habt ihr FlightGear nun nicht nach C:\Programme installiert. Es kann sonst sein, das Windows gleich meckert, man habe kein Schreibrecht in das Verzeichnis. Falls dem so ist, am Besten FlightGear noch einmal deinstallieren und nach C:\FlightGear installieren. Dann muss das Programm Install / Uninstall Scenery aus dem Startmenü gestartet werden. Der Pfad links muss hier einfach auf das Verzeichnis eingestellt werden, in dem die Dateien liegen. Und mit einem Klick auf Install selected files lassen sich die Daten nun ganz einfach übertragen.

Bei einem Neustart von FlightGear muss nun in der Flughafenübersicht auf Neu laden geklickt werden, um die neuen Flughäfen mit aufzunehmen. Hier empfiehlt es sich nun beispielsweise, Frankfurt (EDDF) als Abflughafen zu nehmen. Oder der Flughafen euer Wahl.

Neue Flugzeuge auszuprobieren würde ich noch nicht raten, da manche extrem instabil sind und FlightGear zum Absturz bringen und sich jedes Flugzeug natürlich anders steuert. Die Cessna sollte auch erst einmal das Flugzeug meiner Wahl bleiben, auch wenn ich schon ab und zu zur Citation-X gewechselt bin.

Atemlos

Aber irgendwie ist es gar nicht befriedigend, sein Flugzeug mit einer Tastatur zu steuern. Abhilfe musste her und ich grub mein Joypad aus. Wie ich mein Saitek Rumble P3200 dazu überreden konnte, mir FlightGear zu steuern, das erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Und was genau man für die Cessna wissen muss, ergründe ich auch noch. Ein paar Tipps zu FlightGear allgemein werde ich dann auch noch los – unter anderem, wie man von einem Flugzeugträger starten kann.

Was für Tipps oder Anregungen hast Du zu FlightGear? Schreib doch was in das Kommentarfeld unten – ich freue mich über Rückmeldungen.

Viel Spaß in der Luft!

Das im Bild eingebaute FlightGear-Logo wurde von Wes Summers erstellt und ist hier verfügbar.

Neue Steuerungsmöglichkeiten

FlightGear Joystick Konfiguration
Falls Du mit Joystick spielen möchtest, dann lies auch noch mein Joystick-Konfigurations-Abenteuer ».

2 Comments FlightGear – Schritt für Schritt Anfängertutorial

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