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Jetzt ganz doll neu!

FlightGear – Schritt für Schritt Anfängertutorial

FlightGear, eine frei verfügbare Flugsimulation, hatte vor Jahren schon einmal mein Interesse geweckt, ich hatte mich mit dem Programm jedoch nie sonderlich auseinander gesetzt. Nun überkam mich wieder die Lust zu fliegen – nur hatte ich nicht geahnt, wie viele Fallstricke bis zum Abheben noch vor mir lagen. Aber dafür kann ich meine Erfahrungen ja nun an Interessierte weitergeben, die keine Lust haben, sich durch ellenlange Wiki-Einträge zu scrollen.

Kickstarter

Zuerst muss natürlich die Software her. Ich habe mich hier mit Windows-Systemen auseinander gesetzt, genauer gesagt mit Windows 7 64 Bit. Dazu ist die von mir verwendete FlightGear – Version die Version 2.0 gewesen. Das ist wichtig, da kein einziger Blog-Eintrag diese Information beinhaltet. Sollte irgendwann einmal eine neue Version erscheinen, erstelle ich vielleicht auch einen neuen Blog-Beitrag.

Dazu habe ich mich auf die Download-Seite begeben und die Version für Windows heruntergeladen (zu dem Zeitpunkt des Schreibens 2.0): http://www.flightgear.org/Downloads/binary.shtml. Genau dort befindet sich übrigens auch gleich die Installationsdatei für ein 64 Bit – System. Dazu muss aber erst die Grundversion installiert werden, die 64 Bit – Erweiterung wird dann darauf installiert. Ich empfehle übrigens, das Programm nicht in den C:\Programme – Ordner zu installieren, sondern vielleicht nach C:\FlightGear – die spätere Installation von anderen Programmteilen wird dann sichtlich einfacher!

Das habe ich auch gemacht. Denn erscheint der Flightgear Launcher (bei mir der Flightgear 64-bit Launcher) im Startmenü. Den ausgewählt geht es zur Auswahl eines Flugzeuges. Hier würde ich die Cessna 172 P Skyhawk empfehlen. Sie ist eine solide Wahl und sehr stabil (nicht das Flugzeug an sich, sondern der Programmcode dahinter).

Der Flughafen wird KSFO (San Francisco Intl) sein, da die Basis-Version von FlightGear nur diese Region beinhaltet. Dafür ist sie aber auch recht weit fortgeschritten. Die Karten und Gebäude werden von der Community in der Freizeit erstellt und sind somit hier mal herausragend, da aber wieder langweilig. Die Flughäfen sind auch in sehr unterschiedlichen Entwicklungsphasen, dazu gibt es im FlightGear-Wiki jedoch eine wirklich hervorragende Übersicht.

Doch zurück zu unserem ersten Flug. Das Flugzeug wurde gewählt, der Flughafen ebenso. Nun gibt es die Möglichkeit, ein paar Grundoptionen einzustellen. Das müsste alles passen, also gehts los mit dem Klick auf Starten.

Falsche Mischung

Da stand ich nun in meinem Glück. Das Programm hatte geladen und schien zu funktionieren. Gleichzeitig hat es mich auch ganz großartig mit seiner Funktionsvielfalt erschlagen. Bumms.

Wie guckt man sich hier denn um? Ah! Zweimal einen Rechtsklick mit der Maus machen. Ok. Gut. Da ich noch nie eine Cessna von innen gesehen hatte, war ich nun ungleich schlauer, konnte mich aber umschauen. Durch Probieren habe ich dann noch die Taste v entdeckt, mit der man auf die Außenansicht umschaltet. Um gleich wieder ins Cockpit zu kommen, drückt man nun einfach auf Umschalt+v. Dann entdeckte ich die Flugzeuginfos. Mit Umschalt+ß, also ?, erreicht man dieses Hilfemenü.

Und dann ging es erst richtig los. Um es kurz zu machen: Zuerst muss die Parkbremse mit Umschalt+b gesetzt werden. Dann kann man mit drücken auf s die Motoren starten. Bild hoch gibt nun mehr Leistung auf den Propeller, Bild runter nimmt wieder Leistung weg. Man kann sogar sehen, welche Knöpfe sich im Cockpit verändern, wenn man sich etwas umschaut. Also habe ich volle Leistung auf den Propeller gegeben.

fg-airspeed Das Flugzeug wird nun nur lenkbar, wenn man NumLock ausschaltet. Am besten schaltet man mit h noch das übersichtliche HUD dazu, damit man sehen kann, was man verändert, wenn man per Tastatur spielt und im Cockpit sitzt. Um erst einmal gerade abzuheben, stellt man mit 0 und Enter auf dem Nummernblock das Ruder ein. Sobald genügend Geschwindigkeit gegeben ist, etwa 65 Knoten, (die sieht man auf dem Airspeed-o-meter, siehe Bild rechts), kann man ein-, zweimal auf die 2 auf dem Nummernblock tippen. Das Flugzeug hebt ab!

Nun sollte das Ruder auf jeden Fall wieder gerade gestellt werden und etwaige Flugungenauigkeiten durch den Ziffernblock ausgeglichen: 2 zieht das Flugzeug nach oben, 8 drückt es herunter. 4 lenkt nach links, 6 nach rechts. Und nun galt es erst einmal, in der Luft zu bleiben – und sich ein wenig umzusehen. 5 zentriert übrigens alles wieder.

Eine komplette Übersicht aller verfügbaren Tastenkombinationen findet sich übringens in der englischsprachigen Originalanleitung zu Flightgear.

Vielfältig

Doch nur San Francisco wollte mir nicht reichen. Schließlich lässt sich die komplette Welt herunterladen und erfliegen. Mich hat die Region Norddeutschland interessiert und genau die habe ich mir auf der Scenery-Seite von FlightGear heruntergeladen. In meinem Falle waren das die Teile für Deutschland, vier an der Zahl. Hoffentlich habt ihr FlightGear nun nicht nach C:\Programme installiert. Es kann sonst sein, das Windows gleich meckert, man habe kein Schreibrecht in das Verzeichnis. Falls dem so ist, am Besten FlightGear noch einmal deinstallieren und nach C:\FlightGear installieren. Dann muss das Programm Install / Uninstall Scenery aus dem Startmenü gestartet werden. Der Pfad links muss hier einfach auf das Verzeichnis eingestellt werden, in dem die Dateien liegen. Und mit einem Klick auf Install selected files lassen sich die Daten nun ganz einfach übertragen.

Bei einem Neustart von FlightGear muss nun in der Flughafenübersicht auf Neu laden geklickt werden, um die neuen Flughäfen mit aufzunehmen. Hier empfiehlt es sich nun beispielsweise, Frankfurt (EDDF) als Abflughafen zu nehmen. Oder der Flughafen euer Wahl.

Neue Flugzeuge auszuprobieren würde ich noch nicht raten, da manche extrem instabil sind und FlightGear zum Absturz bringen und sich jedes Flugzeug natürlich anders steuert. Die Cessna sollte auch erst einmal das Flugzeug meiner Wahl bleiben, auch wenn ich schon ab und zu zur Citation-X gewechselt bin.

Atemlos

Aber irgendwie ist es gar nicht befriedigend, sein Flugzeug mit einer Tastatur zu steuern. Abhilfe musste her und ich grub mein Joypad aus. Wie ich mein Saitek Rumble P3200 dazu überreden konnte, mir FlightGear zu steuern, das erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Und was genau man für die Cessna wissen muss, ergründe ich auch noch. Ein paar Tipps zu FlightGear allgemein werde ich dann auch noch los – unter anderem, wie man von einem Flugzeugträger starten kann.

Viel Spaß in der Luft!

Das im Bild eingebaute FlightGear-Logo wurde von Wes Summers erstellt und ist hier verfügbar.

Deutschland, von außen betrachtet

Einer meiner Hauptgründe zu reisen war, die Meinungen, Ideen und Vorurteile anderer zu Deutschland in Gesprächen herauszufinden und zu sehen, ob das was an meinem Bild an good ol’ Germany ändert.

Geändert hat sich vielleicht nicht viel, dafür sind mir einige Dinge bekannt geworden, die ich vorher nie mit Deutschland in Verbindung gebracht habe. Eine lose Sammlung.

Spielbar

Germanien ist einer der Vorreiter, was Spiele angeht. Stimmt auch, wenn man sich zum Beispiel Ravensburg als Beispiel nimmt. Brettspiele waren wohl schon immer relativ bekannt. Kanadier, US-Amerikaner oder Mexikaner kennen diese Gewohnheit nicht so sehr.

Damit kann man sich auch erklären, warum der Computerspielemarkt in Deutschland einer der weltweit größten ist – und das ob der Größe Deutschlands. Wir haben es einfach in uns :D

Leseratten

Auch interessant ist, das die Zeitschriftenstände in Deutschland in Supermärkten oder am Kiosk eine Fülle an allen möglichen Schriftgütern bieten. So haben wir Klatschblätter, Wissenschaftsmagazine, Rätselhefte, Nachrichtenblätter.

In Amerika herrschen die Klatschblätter. Gala at it’s best, würde ich fast sagen. Unglaublich, die wissenschaftlichen Magazine sind kaum vorhanden. Und wenn man denn eine spezielle Zeitschrift sucht, muss man in einen der hier stellenweise vorhandenen Läden gehen, die nur Zeitschrifte verkaufen. Speziell bedeutet übrigens alles, was nicht Klatsch und Tratsch ist. Puuha.

Auffällig auch, das die Comickultur eine völlig andere ist. Marvel, DC und wie sie nicht noch alle heißen, halten hier Vorrang. Kommt Walt Disney nicht aus den Staaten? Schade für mich als alter Fan: Keine Formate at all so wie das Lustige Taschenbuch oder diverse andere Formate. Eigentlich gibts hier gar keine Comics in den Läden. Wieder nur in speziellen Kiosken zu finden. Und dann nur schicke Ladies in Lederkostümen und starke Machomänner, die die Welt retten. Klar, das soll auch seinen Platz haben – aber wo sind Kater Karlo und Co?

Und warum ist das Time Magazine eigentlich so verdammt dünn?

Trinkfest

Das darf natürlich nicht vergessen werden – unser Bier! In Kanada gibt es zwar auch Mikrobrauereien, aber das Ergebnis der Produktion ist meist gewöhnungsbedürftig. Außerdem darf man in Amerika (damit meine ich den nördlichen Kontinent!) sein Bier nicht auf der Straße trinken und in Kanada kann man es auch nur in sogenannten Liquor Stores kaufen. Mitsamt einer saftigen Steuer, versteht sich. Unglaublich, wie viel Freiheit wir dagegen haben.

Geschmacksfrage

Weißbrot oder Bagel gefällig? Wie belieben, Schwarzbrot? Was soll daran Schwarz sein? Oder Graubrot? Nein, so etwas führen wir nicht. Aber sie können gerne unser leckeres Weißbrot nehmen. Brötchen? Nee, aber Baguette haben wir hier. Was schauen sie denn so bedröppelt?

Monetärmechanismen

Der Scheck herrscht in Kanada noch immer vor, ebenso in den Staaten und Mexiko. Fragt man hier nach Überweisung oder Giro, wird man entweder schief angeschaut oder muss dazu bezahlen. Mir ist nicht ganz klar, was der Vorteil des Scheck-Systems ist – aber vielleicht ist es wie mit so vielen Sachen, historisch gewachsen.

Zugabe

Über Energiesparhäuser, Recycling und Umweltbewusstsein möchte ich gar nicht erst schreiben, steckt es hierzulande doch noch in den Kinderschuhen oder es wird versucht, als “in” zu verkaufen. Interessant, wie unterschiedlich Deutschland inzwischen zu meinem vorherigen Bilde erscheint. Klar, ich bin jetzt schon eine ganze Ecke on the road und werde wahrscheinlich meine Momente haben, wenn ich zurück bin (Ach ja, na, DAS war aber besser in Amerika). Eine Sache würde mir jetzt schon einfallen: Synchronisation. So schön und angenehm das auch ist, wir sollten mehr kultivieren, Filme im Original zu schauen.

Aber darum geht’s ja auch beim reisen, nicht wahr? Eine andere Perspektive sehen.

Also, schaun ‘mer ma.

Bild von Awaya-legends

dosbox 3dfx Games mit OpenGL auf Linux

– You’ve ever wondered how to get good ol’ 3dfx games working in dosbox on your Linux machine? Find the english tutorial after this paragraph! –

Ha! Und es ist doch möglich! Nach ein paar Tagen forschen funktionieren nun alte 3dfx-Games auf meiner eee 900 Kiste mit eeebuntu Standard 2.0. Wie genau ist das möglich? Ich werd’ versuchen, es möglichst genau zu erklären. Im Folgenden findet ihr eine Anleitung, um 3dfx-Games in dosbox unter Linux zocken zu können!

English

– Here you are for the english version –

This entry is made for beginners and everyone else

To play those old gems like Tomb Raider or Descent 2 in 3dfx you need a modified version of dosbox. Modifying dosbox is not too hard and I try to be as clearly as possible.

First of all, I take no responsibility for the health of your system. Use this tutorial at your own risk! You have been warned.

You have to be sudo/root for parts of this tutorial. And also, of course, you need an acclerated graphics card. To make sure that you’re system is ready to roll check with the command glxinfo | grep rendering. If it says direct rendering: Yes then you’re off to go! If it says No, please find out first how to install accleration on your system.

If you ever run into trouble because a command is not to be found, just check if you can get it by apt-get. E.g. sudo apt-get install patch

Oh, and it looks longer than it actually takes!

  1. Get build tools
    sudo apt-get install libsdl1.2-dev libsdl-sound1.2-dev libsdl-net1.2-dev libpcap-dev build-essential cvs
  2. Get current OpenGLide version
    cvs -d:pserver:anonymous@openglide.cvs.sourceforge.net:/cvsroot/openglide login

    (When asked for a password, just press Enter)

    cvs -z3 -d:pserver:anonymous@openglide.cvs.sourceforge.net:/cvsroot/openglide co -P openglide

    sudo apt-get install autoconf libtool

    cd openglide

    ./bootstrap

    ./configure
    make
    sudo make install

    If you have a problem with make (an error in gbanner.cpp) open the file, search for include <glide.h> and replace it with include <sdk2_glide.h>. Now enter make clean and then make.

  3. Get dosbox version
    Since the patch is available for the 0.73 version, you just have to download the dosbox source file for that version. Here is the link:

    http://sourceforge.net/project/downloading.php?group_id=52551&filename=dosbox-0.73.tar.gz&a=58875563

  4. Get patch out of forum
    Go to the Vogon forums and download both files. Put the patch one folder higher than the dosbox folder. Make sure your dosbox folder is called dosbox.

  5. Apply patch
    cat dosbox_glide.diff | patch -p0

    This should run through without any problems. If not, make sure you have the right cvs version (from the exactly date) and you are one folder level higher than the dosbox folder.

  6. Compile dosbox
    Change into the dosbox folder.

    ./autogen.sh

    ./configure CPPFLAGS=”-I /usr/local/include/openglide/”

    make

    sudo make install

    Now you have a glide enabled dosbox version on your Linux machine, installed and ready to use! But before we really start off, there are a few settings which have to be checked first.

  7. Start dosbox
    It is important that you use the OpenGLide library libglide2x.so and not the one provided from the system. To do that, you have to execute the following line first before starting dosbox.

    export LD_LIBRARY_PATH=/usr/local/lib

    dosbox

    It is also possible to put both commands into one line if you would like to make a start menu entry.

    LD_LIBRARY_PATH=/usr/local/lib dosbox

    You have to use this every time, otherwise the OpenGLide libraries cannot be found.

  8. Write configure file
    In dosbox, use the command

    CONFIG -WRITECONFIG dosbox.conf

    to write the config file. There is now a dosbox.conf in your current folder. Only if you start dosbox out of this folder you get the configuration. If you want to have this configuration enabled always, copy the file to ~/.dosboxrc

  9. Check Glide is enabled
    Exit dosbox and check in dosbox.conf if in the section [glide] it says glide=true

  10. Install glide2x.ovl
    Now you have to extract the glide2x.ovl file into the game folder and into the folder where you will start dosbox. Make sure (!) that you rename the file to lowercase with rn Glide2x.ovl glide2x.ovl, otherwise the wrapper cannot find the file!

  11. Start dosbox again
    Start dosbox again (don’t forget the LD_LIBRARY_PATH command if you are in a new shell)

  12. Start the game!
    Change into your favorite game folder, make sure you are starting the 3dfx version and enjoy!

FAQ

1 Q It says “Can’t find or access Banshee/V3 board”
1 A Your system supports Voodoo cards natively. This means that you have a libglide2x.so in your /usr/lib folder. Make sure you do export LD_LIBRARY_PATH=/usr/local/lib before running dosbox so dosbox knows where to look.

2 Q The patching of dosbox doesn’t work – some hooks or so
2 A Make sure you check out the version with the date provided – copy the command is the easiest choice.

And that’s all for now! I hope you enjoy playing those classics and using dosbox as an alternative to Glidos. Anyway, dosbox patched seemed to be the only way to run 3dfx DOS games on Linux. And it may be the only way, but at least there is a way! Oh, for more support to dosbox do not hesitate to go to the Vogons forums.

Updated:

20.06.2009 – Changed to dosbox 0.73

Alte Games ganz neu

Games sind für mich immer wieder ein Thema. Und wenn man eh gerade in Vancouver auf Wohnung und Job wartet – da kann man doch nochmal versuchen, was mit Linux im Allgemeinen und mit dem eee 900 im Speziellen so möglich ist.

Alte Kracher

Natürlich kann man es völlig vergessen, die neuen Games von heutzutage – ihr wisst schon, sehen klasse aus und sind völlig langweilig – auf der kleinen Kiste zu installieren. Was bietet sich also an?

  • Konsole – Jupp, SNES, Gameboy und Konsorten waren allesamt mal mein. Da hat man ein paar Klassiker gespielt! Super Mario Kart oder Street Fighter II. Die Games sind zahlreich im Netz vorhanden und solange man das Cartrige besitzt, ist alles im grünen Bereich mit runterladen. Ich hab’ mir zu diesen Konsolen aber nicht sonderlich viel angeschaut…
  • MAME – Schließlich wurden auch die alten Spielhallenklassiker wie Paperboy, Raiden oder Ghouls ‘n Ghosts irgendwo mal gezockt. Mit dem Emulator MAME ist es möglich, dieses Spielhallenflair bei sich zuhause aufleben zu lassen. Hier ein Einblick in die Welt von MAME. Doch Vorsicht: MAME legt Wert auf korrekte Emulation, nicht auf Geschwindigkeit und gutes Aussehen. Klassische Racing-Games können aktuelle Rechner also schon gut ins Schwitzen bringen! Da ich aber keine Arcade-Maschinen mein Eigen nenne, nützen mir die ganzen ROM-Seiten nix. Wer übrigens House of the Dead zocken möchte, braucht Nebula Model 2 als Emulator und nicht MAME. Das könnte ganz witzig werden: Die Wiimote per Bluetooth an den Rechner anschließen und dann wie im Original Zombies dahinraffen. Leider nur unter Windows.
  • Flipper – Unglaublich viele Flipper wurden originalgetreu umgesetzt. Alles, was man braucht, ist Visual Pinball und VPinMAME, um original Tische bei sich auf dem Rechner zu spielen. Weiteres in den VPForums. Nur Windows, und damit für mich aus dem Spiel. Für Flipperinteressierte gibts hier ne Liste mit weiteren Spielmöglichkeiten.
  • DOS – Ja, richtig gelesen. DOS. Der erste Teil von Tomb Raider fällt mir da ein. Oder Bleifuß 2 (englischer Titel: Screamer 2), Bleifuß Fun (engl.: Ignition), Theme Hospital oder Carmageddon. Hmm. DAS klang interessant. Ist es irgendwie möglich, alte DOS-Games unter Linux vernünftig zum Laufen zu bekommen?

Starthilfe
Dazu fiel mir ein alter Begriff ein: Abandonware. So manche alte Software ist heutzutage ohne Publisher oder Rechteinhaber und somit royalty-free, kostenlos, aus dem Netz ladbar.

Auch hier gibt es wieder zuhauf Webseiten, die diese alten Perlen zum Download anbieten. Ich habe nicht wirklich eine beste Seite gefunden, sondern immer wieder Herrn Google gefragt. Und einiges gefunden.

Wunderbar, aber und nun? Wohin mit all dieser Software, womit starten und ausführen?

DOSmania

Dazu gibt es einen klasse Emulator, der unter Windows wie unter Linux funktioniert: dosbox. Was hab’ ich gelacht, als ich dieses alte Benutzerinterface auf meinem eee 900 eeebuntu sah. Verrückt.

Und tatsächlich: Die Demo von Tomb Raider I lief auf anhieb. Völlig irre: Ich kann es auf dem eee 900 nur auf niedrigster Auflösung spielen, aber das zumindest weitestgehend flüssig. Aber hey – es läuft. Dieses uralte DOS-Spiel. Unter dosbox. In Linux.

Geschützte Welten

Dann gab es ja noch den DOS4GW Protected Mode Wrapper. Dieser war dazu da, um Applikationen den Zugriff auf HiMEM-Bereiche zu gestatten – das waren die Gegenden über 640k. Wie es der Zufall will, gibt es eine bessere Version. Es gibt anscheinend verschiedene Versionen dieses Wrappers, und eine der Enterprise-Versionen wurde freigegeben – die musste man früher für viel Geld erstehen. Das Programm heißt DOS32A und kann ganz einfach ausgetauscht werden. Somit kann man selbst diese Komponente ein wenig tunen. Kann jedoch durchaus sein, das das Programm mit DOS32A abstürzt und mit DOS4GW läuft. Das ist dann wohl so.

Und dann packte es mich richtig. Gab es nicht einen 3dfx-Patch für Tomb Raider? Jo. Ob ich das wohl irgendwie aktivieren kann? Was ist mit anderen Games, ob 3dfx oder nicht?

Handarbeit

Eines war sicher: Im Internet gibt es Fans für alles mögliche. So hatten Fans hochauflösende Grafiken erstellt, die man für Tomb Raider, Carmageddon oder Descent II herunterladen und nutzen konnte. Möglich macht all das Glidos. Glidos ist ein Glide-Wrapper für DOS-Games. Der Wrapper verarbeitet die 3dfx-Befehle in Glide-Befehle. Ein weiterer Wrapper kann nun diese Befehle aufgreifen und nach OpenGL oder DirectX umwandeln. Das Game selber bekommt davon gar nix mit. Glidos selber ist kostenlos, zeigt jedoch ein drehendes Logo ingame an. Für 10 US-Dollar bekommt man die Anleitung zugestellt, wie sich dieses Logo entfernen lässt.

Der einzige Fallstrick war nur, dass Glidos mit nicht wine (korrekt, eine Windows-Emulation) lief. Und leider ist die 3dfx-Version von Tomb Raider nicht konform – einige Code-Teile greifen hartverdrahtet auf Voodoo-Hardware zu. Richtig, so hießen die alten Grafikkarten der ersten Beschleuniger-Version, lang bevor Dualcore-Hyperthread-Ionenangetriebene-Turbinengekühlte Krassgrafikkarten Einzug in unsere Rechner hielten. Dies trifft unter anderem auch auf Carmageddon und Descent II zu. Somit lässt sich, auch mit anderen Wrappern, leider keine Umleitung erzielen. Zumindest unter Linux. Schade.

Es gibt noch andere Wrapper, so zum Beispiel den dgVoodoo-Wrapper. Schade nur, dass dosbox Glide-Aufrufe nirgendwohin weiterleitet. Es gibt zwar unoffizielle Builds, aber all das scheint seit langem nicht mehr aktiv zu sein. Die Emulation von 3dfx mit Windows-Programmen funktioniert problemlos, wenngleich auch recht langsam.

Ich habe mal drei Grafiken erstellt, die die Zusammenhänge der Wrapper hoffentlich etwas verständlicher machen:

Um 3dfx-Games für DOS zu spielen, braucht es also ein Programm wie Glidos. Oder eine neu compilierte dosbox-Version. 3dfx-Games für Windows haben eine Vielzahl an Wrappern, unter anderem dgVoodoo, OpenGLide, zeckensack’s Glide Wrapper und viele mehr. Unter Linux wird das ganze schwierig, da Glidos nicht funktioniert. Mit einer selber compilierten dosbox-Version mit Glide-Support ist es jedoch möglich – auch wenn ich nicht weiß, wo sich diese Patches befinden.

Der eee 900 ist verhältnismäßig stark und wenn einem nicht viel an Knallergrafik gelegen ist, kann man sich betagte Games auch so reinziehen. Na, und von Abandonware mal abgesehen – es gibt auch so noch genügend Games für Linux, Windows und BeOS. Aber dazu in einem anderen Eintrag mehr.

Installation von eeebuntu

Schon seitdem ich mir den eee PC 900 gekauft habe, habe ich immer im Hinterkopf gehabt, irgendwann einmal die Linux-Version zu wechseln. Ganz besonders sympathisch war mir da Ubuntu, eine der besten Einsteigerdistributionen. Außerdem basierte das völlig veraltete XandrOS auch auf Debian bzw. Ubuntu.

Nur war mir die Installation zu aufwändig. So viel musste angepasst werden, vom Kernel über die WiFi-Treiber hin zu allen möglichen Kleinigkeiten. Aber dafür gibt es doch eeebuntu, hat mir das Internet dann vor einigen Tagen gesagt. Zwar gibt es auch Distros wie Easy Peasy oder Puppy Linux oder Fedora, wie auch immer, ich wollte eeebuntu.

Also Image gezogen und den PC komplett neu aufgesetzt. Normalerweise besitzt der eee PC 900 ein Shadow-Image, um eine Systemwiederherstellung durchführen zu können. Weg damit. Außerdem, und auch das hat mir Herr Google gesagt, sind zwei SD Karten in meinem Rechner verbaut. Eine 4GB und eine 16GB. Um so besser, die 4GB ist nun für das System vorgesehen und die 16GB ist mein Home-Verzeichnis.

Klar, es müssen auch hier noch verschiedenste Anpassungen durchgeführt werden. Einer der ulkigsten Fehler war, das beim Einstecken der Stromversorgung (!) die Fehlermeldung kam, dass das Mail-Programm Eudora nicht gestartet werden konnte. Und sicher ist das auf Ubuntu 8.10 basierende eeebuntu 2.0 noch nicht perfekt. Aber nun kann ich zumindest Spiele wie Secret Maryo Chronicles spielen – das war mit XandrOS gar nicht möglich, weil sich das System nicht auf OpenGL 2.0 updaten ließ. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich nun an die offiziellen Updates von Ubuntu angebunden bin. Die Software haben keine Versionen von vor zwei Jahren, die mit nichts kompatibel sind. Dazu kommt, das der eee PC unter XandrOS immer wieder dieses Stottern hatte. Videos oder Games hingen manchmal ein wenig. Mit ein, zwei Tricks passiert das mit eeebuntu nicht mehr – endlich!

Davon mal abgesehen ist der 3D-Desktop von Compiz mit seinen rotierenden Desktops auf der kleinen 900 MHz-Maschine völlig flüssig – und sehr cool anzusehen…

The Battle for Wesnoth v1.6

Vor ein paar Tagen ist eine neue, überarbeitete Version des kostenlosen Strategiespiels The Battle for Wesnoth erschienen.

Es gibt ein paar Änderungen im Gameplay. Zum Beispiel werden nicht mehr 80% des Goldes in das nächste Level übernommen, sondern nur noch 40%. Die werden aber auf das schon vorhandene Gold aufaddiert. Eine gute Änderung, wie ich finde.

Außerdem gibt es eine ganze Reihe neuer Grafiken, bestehende Grafiken wurden überarbeitet, Bugs wurden behoben, eine Kampagne hinzugefügt, der Editor erweitert…

Werd’ ich wohl mal ‘nen Blick hinein werfen tun!

3 bis 4 richtig gute Games für Linux (auch eee)

Ab und an hab ich mal Lust auf ein richtig gutes Game. Und da mir freie Software ziemlich gefällt, habe ich mich auf die Suche nach guten Freeware-Games gemacht.

Battle for Wesnoth

Ein rundenbasiertes Strategiespiel mit grosser Community im Hintergrund. Handgemalte Grafik, orchestrale Musik, regelmässige Updates, Singleplayer-Kampagnen und ein freier Multiplayerteil machen das Spiel zu einem der interessantesten frei verfügbaren.

Seite.

Neverball / Neverputt

Neverball spielt man am besten mit der Maus. Ein Ball muss über ein Tablett mit allerhand Hinternissen in das Ziel gesteuert werden. Natürlich gibt es keine wirklichen Wände und man muss Münzen sammeln. Neverputt ist ein Minigolf-Abkömmling, basierend auf der gleichen Engine.

Und die bringt den eee PC durchaus schonmal ins Schwitzen. Wenn man die Einstellungen hingegen etwas herunter stellt, funktioniert es völlig ok.

Gut für zwischendurch!

Seite.

Wormux

Wormux ist nicht schwer zu beschreiben. Worms für Linux! Auch hier gibt es abgefahrene Waffen und abwechslungsreiche Levels. Wormux bietet einen Multiplayerteil auf dem jeweiligen Rechner oder aber über das Internet an.

Seite.

Kleine Zugabe: Nexuiz

Schon lange in der Entwicklung mit einer modifizierten Quake-Engine (die sich heutzutage auch wirklich sehen lassen kann), ist Nexuiz aufgrund seiner grossen Community und der ständigen Weiterentwicklung erwähnenswert. Levels und Waffen sind ungewöhnlich für einen Ego-Shooter, machen aber Spass. Dieses Spiel habe ich nicht auf dem eee PC getestet.

Seite.

Warum wollen die denn kein Geld?

Die Spiele sind unter Lizenzen veröffentlicht, welche die Weitergabe des Programmcodes und der enthaltenen Daten erzwingt. Die Spiele und der Code sind somit frei zugänglich. Die Menschen dahinter möchten einfach nur etwas richtig gutes frei anbieten. Denn nicht alles, was teuer ist, ist auch richtig gut.

Fortsetzung von Baphomets Fluch 2

Ja, richtig gelesen: Seit einiger Zeit gibt es eine Fortsetzung von Baphomets Fluch 2. Fans haben dieses grossartige Spiel kreiert und stellen es kostenlos zur Verfügung. Dabei handelt es sich nicht um einen schlichten, langweiligen Abklatsch. Sogar der Originalentwickler, Revolution Software, hat die nicht-kommerzielle Entwicklung abgesegnet.

Das Tolle: Revolution Software arbeitet momentan an einem Director’s Cut des ersten Teils von Baphomets Fluch (für Wii und DS)! Was liegt näher, als sich dann dieses Fan-Adventure genauer anzuschauen?

Einige Originalsprechner der Serie haben sich zur Verfügung gestellt und Unmengen an gesprochenem Text aufgenommen. Das Beste: Das komplette Spiel ist auf Deutsch! Andere Sprachen sind “nur” als Untertitel verfügbar. Dazu gibt es noch wunderschöne, handgemalte Hintergründe (was für ein Aufwand), untermalende Musik, gerenderte Sequenzen und natürlich eine gute Portion Humor. Kein Wunder, dass die Entwickler über 7 Jahre an diesem kostbaren Stück Software geschuftet haben. Ohne Bezahlung, wohlgemerkt. Oh, achte beim Download darauf, die geupdatete Version mit einzubeziehen.

Womit doch mal wieder bewiesen wäre, wie grossartig kostenlose, freie Software sein kann. Per Wine lief es bei mir selbst unter dem Xandros Linux des eee. Du bist Adventurespieler? Ausprobieren!

Via [AdventureTreff]

Guitar Hero for free

Wieder ein Grund, warum ich kostenlose Open Source – Software so liebe.

Frets on Fire ist eine kostenlose, einfach erweiterbare Version der so beliebten Song-Nachspielprogramme wie Guitar Hero oder Rock Band. Mit verschiedenen Plugings wie zum Beispiel xPadder oder GlovePIE kann man sogar die bekannten Gitarren oder Schlagzeuge der schon vorhandenen Games an jeden handelsüblichen Computer anschließen und losrocken. Wer keines der Games hat, schnappt sich einfach sein Keyboard als Gitarre und los gehts!

Das Programm gibt es für Windows, Linux und Mac OS X. Weltweit vergleichen kann man sich mit den World Charts.

Durch Themes kann man die Oberfläche genau so aussehen lassen wie die von den großen Games. Außerdem gibt es Mods, um die Funktionalität des Games zu erweitern.

Der Nutzer buttons hat hier eine kleine Anleitung erstellt, mit der man Frets on Fire ein wenig bunter werden lassen kann.

Es gibt einfache Möglichkeiten der Erweiterbarkeit. Songs lassen sich selber erstellen oder man importiert die von Guitar Hero.

Ich mag Open Source Software. Wirklich. Wie immer schwierig zu finden, aber wenn gefunden, dann um so mehr Ui.

Simutrans – Ein freies Strategiegame

Freie Spiele gibt es wie Sand am Meer. Gute freie Spiele sind schon schwieriger zu finden. Simutrans ist ein in mehreren Sprachen verfügbares Handelssimulationsspiel. Es ist möglich, gegen Computergegner zu spielen oder alleine. Man kann eine Epoche verfolgen (schwieriger) oder aber alle Fahrzeuge auf einmal erhalten (einfacher, aber langweilig). Um noch mehr Spieltiefe zu bieten, gibt es eine Fülle an Add-Ons für verschiedene Grafiksets.

Die Level werden automatisch generiert und jedes Level entwickelt sich völlig anders. Die Steuerung ist komplex und es gibt viele hilfreiche Informationen. Die Komplexität und die Langzeitmotivation, ein gut funktionierendes Imperium aufzubauen, lassen keine Langeweile aufkommen.

Ein Kernelement des Spieles ist es, ein funktionierendes Transportsystem aufzubauen. Transportiert werden alle Arten von Gütern und Personen. Dazu müssen Haltestellen eingerichtet, Wartezeiten eingestellt und Einzugsbereiche festgelegt werden, damit die Linie profitabel ist.

Schönheitsoperationen

Um das Spiel abwechselungsreich zu gestalten, gibt es verschiedene Grafikversionen der Spielwelt. pak64 ist das Standardset. Grafiken und Industrien sind beinhaltet. Dann gibt es noch das pak128 mit doppelt so großen Grafiken. Industrien und gelieferte Grafiken sind größtenteils gleich, jedoch unterscheiden sich die Paks in Details. Dann gibt es noch das pak96.comic. Sehr übersichtlich und mit einer eigenen Grafikwelt, die sich völlig unterscheidets von den anderen. Eine Liste der Grafiksets findet sich hier.

Erweiterbar

Dazu kommt noch, dass es sogenannte Add-ons mit neuen Fahrzeugen, Gebäuden oder Strassenschildern zu verschiedenen Pak-Sets gibt. Die größeren Bushaltestellen sind empfehlenswert!

Up to date

Da immer wieder neue Versionen erscheinen, und mit ihnen neue Funktionen und Grafiken, lässt das Spiel auch nach ein paar Wochen Ruhe wieder Lust aufs versuchen aufkommen.

Übergreifend

Es gibt Versionen für verschiedene Betriebssysteme. Windows und Linux und BeOS. Auch auf dem eee PC lässt sich Simutrans zocken. Wenn man die Details dafür etwas herunterstellt, kann man selbst im fortgeschrittenem Stadium ohne Probleme spielen.

Die Software befindet sich noch im Beta-Stadium, somit ist die Installation ein wenig umständlich, aber nicht schwierig. Es gibt nicht nur eine Datei, sondern deren mehrere an unterschiedlichen Orten. Schnellstart:

  • Download von neuester Simutrans-Version hier (für Windows zum Beispiel die simuwin-xxx.zip)
  • Download von pak64 hier (auf neueste Version achten)
  • In gleichen Ordner entpacken
  • Simutrans starten

Nightlies

Experten-Tipp: Um die allerneusten Versionen zu spielen, hier Nightlies downloaden. Für alle Entwickler: Dass

eee PC

Wie weiter oben beschrieben, läuft die Software auch auf der kleinen Kiste. Es wird jedoch ein Nightly benötigt, weil sonst die Software einen Fehler wirft:
version `GLIBC_2.4' not found
Also einfach ein Nightly downloaden, das pak64 nicht vergessen und los gehts!

Zwar sind sie schwierig zu finden, aber es gibt sie – gute, freie Spiele.

Link: [Simutrans]